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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Dresden

In Dresden ist man alarmiert. Die Zahl der Übernachtungen deutscher Gäste sank im vergangenen Jahr um fünf Prozent. Das Image der 550.000-Einwohner-Stadt ist ramponiert. Der Grund: die montäglichen Pegida-Demonstrationen. Der angeschlagene Ruf ihrer Stadt ärgert viele Dresdner zwar, konnte aber dem Wohnungsmarkt bislang nichts anhaben. Das zumindest versichern ortsansässige Marktkenner.

Und in der Tat erweckt Dresden eher den Eindruck einer neuen baulichen Gründerzeit. Die Liste der geplanten Großprojekte ist lang: 3000 Wohnungen sollen unter dem Namen „Lingner Altstadtgarten“ auf dem ehemaligen Robotron-Areal östlich der Innenstadt entstehen, 900 in Mickten (Mika-Quartier), mehrere Hundert im Umfeld von Postplatz und Zwinger, 200 am Güntzplatz.

Auch wenn Dresden seit Jahren kontinuierlich Einwohner gewinnt, streiten die Immobilienexperten darüber, ob der Markt diese Fülle an neuen, meist hochpreisigen Wohnungen aufnehmen kann. „Die Vertriebszeiten haben sich bereits jetzt verlängert“, sagt Lutz Richter, Makler bei Planethome – ein Indikator für nachlassendes Käuferinteresse. Dem widerspricht Henry Brömme-Herrmann vom Vermittler Immovista: „Die Nachfrage hat sich eher noch verstärkt.“ Er verweist darauf, dass sein Unternehmen in nur 22 Monaten für fast alle der 330 Neubauwohnungen des Projekts „Gartenstadt Striesen“ einen Käufer gefunden hat. So oder so können Interessenten aus einem großen Angebot auswählen. ...

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Immobilien- und Mietpreise in Dresden

Top-Makler

Der Immobilienmarkt in Dresden

In Dresden ist man alarmiert. Die Zahl der Übernachtungen deutscher Gäste sank im vergangenen Jahr um fünf Prozent. Das Image der 550.000-Einwohner-Stadt ist ramponiert. Der Grund: die montäglichen Pegida-Demonstrationen. Der angeschlagene Ruf ihrer Stadt ärgert viele Dresdner zwar, konnte aber dem Wohnungsmarkt bislang nichts anhaben. Das zumindest versichern ortsansässige Marktkenner.

Und in der Tat erweckt Dresden eher den Eindruck einer neuen baulichen Gründerzeit. Die Liste der geplanten Großprojekte ist lang: 3000 Wohnungen sollen unter dem Namen „Lingner Altstadtgarten“ auf dem ehemaligen Robotron-Areal östlich der Innenstadt entstehen, 900 in Mickten (Mika-Quartier), mehrere Hundert im Umfeld von Postplatz und Zwinger, 200 am Güntzplatz.

Auch wenn Dresden seit Jahren kontinuierlich Einwohner gewinnt, streiten die Immobilienexperten darüber, ob der Markt diese Fülle an neuen, meist hochpreisigen Wohnungen aufnehmen kann. „Die Vertriebszeiten haben sich bereits jetzt verlängert“, sagt Lutz Richter, Makler bei Planethome – ein Indikator für nachlassendes Käuferinteresse. Dem widerspricht Henry Brömme-Herrmann vom Vermittler Immovista: „Die Nachfrage hat sich eher noch verstärkt.“ Er verweist darauf, dass sein Unternehmen in nur 22 Monaten für fast alle der 330 Neubauwohnungen des Projekts „Gartenstadt Striesen“ einen Käufer gefunden hat. So oder so können Interessenten aus einem großen Angebot auswählen.

Ganz oben auf der Wunschliste vieler Käufer stehen neben Striesen nach wie vor Blasewitz, Loschwitz, Weißer Hirsch und Strehlen. „Stark nachgefragt sind vor allem familiengerechte Vier- und Fünfraumwohnungen sowie Einfamilienhäuser“, so Brömme-Herrmann. Neubauwohnungen kosten schwerpunktmäßig um 3000 Euro pro Quadratmeter bei einer erzielbaren Miete von etwa 10 Euro pro Quadratmeter. Daraus ergibt sich eine Mietrendite von etwa vier Prozent – auch in Dresden sind die Zeiten zweistelliger Renditen wohl endgültig vorbei. Makler Richter empfiehlt Kapitalanlegern, auf ältere Wohnungen zu setzen: „Für Kapitalanleger liegt der Charme im Zweitmarkt.“ Er rechnet damit, dass vor allem kleinere Wohnungen mit weniger als drei Zimmern an Beliebtheit gewinnen. Denn die in Dresden zurzeit noch so gefragten großen Wohnungen kann sich künftig aufgrund der steigenden Mieten nicht mehr jedermann leisten.

Mutige Anleger investieren im Westen der Stadt, wo der Einkauf noch vergleichsweise billig ist. In wenig prestigeträchtigen Wohnadressen wie Cotta, Löbtau oder Friedrichstadt entstehen jetzt erste Neubauten, zum Beispiel die „Constantia Terrassen“ in Cotta. Hier wird der Quadratmeter Wohnraum zu 2400 Euro gehandelt. Grundsätzlich sind sich die Marktbeobachter in Dresden einig, dass Preise und Mieten weiter steigen werden – aber nur noch moderat. „Dresden bleibt eine beschauliche Landeshauptstadt und wird nie die Bedeutung der Top-sieben-Städte bekommen“, so Makler Richter. 

capital.de, 21.04.2016
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