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Immobilien-Kompass-Karte Aktuelle Preise für Miete und Kauf in Deutschland




Immobilienpreise und Mietspiegel: Aachen

Die Aachener Universität lockt Studenten zu Tausenden in die Stadt. Davon profitiert der Immobilienmarkt. Der Geschosswohnungsbau boomt, Verkäufer setzen Höchstpreise durch. Selbst Randlagen sind begehrt. Spätestens seit vergangenem November weiß jeder Immobilieneigner in Aachen: Er besitzt etwas äußerst Kostbares. Seitdem hängen überall in der Stadt Plakate, auf denen die Aachener zur Schaffung von Wohnraum für Studenten aufge­rufen werden. Egal ob ausbaubare Scheune, sanierungsbedürftiges Apartment oder Dachkammer, alle Kapazitäten werden laut der Kampagne der Stadt mit dem ­Titel „Extraraum schaffen“ gebraucht.

Grund für die Verzweiflungstat ist die Studentenschwemme, die spätestens im Herbst 2013 über die Stadt hereinbrechen wird. Die Wehrreform sowie die Verkürzung der Gymnasialzeit und der dadurch bedingte doppelte Abiturjahrgang werden die ohnehin steigenden Studentenzahlen nochmals rapide hochschnellen lassen. Bereits jetzt sind an der renommierten Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, besser bekannt unter dem Kürzel RWTH, und an der Fachhochschule rund 46.000 junge Menschen eingeschrieben.

Die RWTH will künftig noch enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten und hat dafür 19 sogenannte Fachcluster ins Leben gerufen. Der Plan: Im Westen der Stadt soll ein Campusgelände entstehen, auf dem Ökonomen und Ingenieure verzahnt forschen. Rund 100 Unternehmen, zumeist Mittelständler, haben bereits Interesse bekundet, sich in Aachen anzusiedeln. Auch für ihre Mitarbeiter wird Wohnraum benötigt.

Der Run auf campusnahe Einzimmerwohnungen ist daher groß. Gut ausgestattet erzielen sie Spitzenmieten von 9 bis 11 Euro warm pro ...

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Immobilien- und Mietpreise in Aachen

Der Immobilienmarkt in Aachen

Die Aachener Universität lockt Studenten zu Tausenden in die Stadt. Davon profitiert der Immobilienmarkt. Der Geschosswohnungsbau boomt, Verkäufer setzen Höchstpreise durch. Selbst Randlagen sind begehrt. Spätestens seit vergangenem November weiß jeder Immobilieneigner in Aachen: Er besitzt etwas äußerst Kostbares. Seitdem hängen überall in der Stadt Plakate, auf denen die Aachener zur Schaffung von Wohnraum für Studenten aufge­rufen werden. Egal ob ausbaubare Scheune, sanierungsbedürftiges Apartment oder Dachkammer, alle Kapazitäten werden laut der Kampagne der Stadt mit dem ­Titel „Extraraum schaffen“ gebraucht.

Grund für die Verzweiflungstat ist die Studentenschwemme, die spätestens im Herbst 2013 über die Stadt hereinbrechen wird. Die Wehrreform sowie die Verkürzung der Gymnasialzeit und der dadurch bedingte doppelte Abiturjahrgang werden die ohnehin steigenden Studentenzahlen nochmals rapide hochschnellen lassen. Bereits jetzt sind an der renommierten Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule, besser bekannt unter dem Kürzel RWTH, und an der Fachhochschule rund 46.000 junge Menschen eingeschrieben.


Die RWTH will künftig noch enger mit der Wirtschaft zusammenarbeiten und hat dafür 19 sogenannte Fachcluster ins Leben gerufen. Der Plan: Im Westen der Stadt soll ein Campusgelände entstehen, auf dem Ökonomen und Ingenieure verzahnt forschen. Rund 100 Unternehmen, zumeist Mittelständler, haben bereits Interesse bekundet, sich in Aachen anzusiedeln. Auch für ihre Mitarbeiter wird Wohnraum benötigt.

Der Run auf campusnahe Einzimmerwohnungen ist daher groß. Gut ausgestattet erzielen sie Spitzenmieten von 9 bis 11 Euro warm pro Quadratmeter, ­möbliert sogar 16 Euro. Dümpelte der Geschossbau vor zwei Jahren noch vor sich hin, wird nun quer durchs ganze Stadtgebiet gebaut. Allein für Jungakademiker sollen in zwei Jahren 1500 Wohneinheiten bezugsfertig sein.

Der Boom füllt selbst Baulücken, die lange auf Investoren warteten, wie beispielsweise in der Vaalser Straße Ecke Junkerstraße. „In fünf bis acht Jahren pendeln sich die Studentenzahlen wieder auf Normalmaß ein und damit auch die Nachfrage“, meint Jochen Haller von Schnittler Immobilien. Ähnlich sieht das Norbert Hermanns, Geschäftsführer der Landmarken AG. „Wir bauen Wohnungen, die mitwachsen.“ In dem Apartmentkomplex im Pontviertel lässt sich aus mehreren kleinen Wohnungen eine große machen – je nach Bedarf.

Größere Neubauwohnungen sind schon jetzt gefragt. „Vor vier Jahren waren 10-Euro-Kaltmieten und Kaufpreise von 3200 Euro pro Quadratmeter die Ausnahme – in Toplagen sind sie nun Standard“, sagt Sparkassenmaklerin Elke Ostenda. Die altersgerechten Apartments in der Wohnanlage Schloss Rahe in Laurensberg kosten 2800 bis 3500 Euro je Quadratmeter. Genauso teuer sind die Objekte in der Weyhestraße und in guten Lagen des Südviertels.

Die Wohnpräferenzen ändern sich, das ist der Hauptgrund für das hohe Preisniveau. Nicht nur gut verdienende Jungakademiker zieht es in die Innenstadt. Auch die ältere Generation, die ihre Kinder in den Vororten großgezogen hat, will zurück ins Zentrum. Beide sind bereit, für die ersehnte Immobilie tief in die Tasche zu greifen. Auch die Inflationsangst treibt die Preise. Die lokalen Makler beziffern den Krisenaufschlag auf 20 Prozent. Zent­ral gelegene Mehrfamilienhäuser haben für das 18-Fache der Jahresmiete den Eigentümer gewechselt. Üblich war bisher das Zwölf- bis 14-Fache.

Aachens Immobilienmarkt profitiert davon, dass potenzielle Käufer nicht mehr auf Topadressen im Süden und ­Osten der Stadt beharren. Selbst in gut angebundenen Randlagen wie Würselen, Haaren oder Grauenhofer Weg sind die letzten Baulücken geschlossen worden. Die Kommune kommt mit dem Ausweisen avisierter Baugebiete etwa in Richterich und Kornelimünster nicht hinterher. Und für die 54 Baugrundstücke auf dem alten Stadiongelände Tivoli gibt es über 150 Bewerber.

Gewinner des Universitätsbooms sind die an den Campus angrenzenden Viertel Hörn, Laurensberg, aber auch
das Vaalser- und das Johannesquartier. „Auf der Hörn werden für 30er-Jahre-Siedlungshäuser Preise von bis zu einer halben Million gezahlt, das ist Südviertel-­Niveau“, sagt Hess & Partner-Geschäftsführer Ilker Simons.

Südviertel Ronheide

Die besten Wohnlagen in Aachen - Südviertel Ronheide

Bei wem Ronheider Berg oder Gut Steeg auf der Visitenkarte steht, der hat es in den Augen der „Öcher“ geschafft. Seit den 60er-Jahren wird der Wald abgeholzt und durch fürstliche Villen und extravagante Bungalows ersetzt. Begehrt sind vor allem die stattlichen Häuser in dem vom Restwald umgebenen Südausläufer. Wer Häuser mit exklusiver Lebensqualität schätzt, ist hier richtig. In Ronheide oder Preusweg liegen die Preise in Einzelfällen schon mal über der Millionengrenze. Nach einem Haus unter 400.000 Euro braucht man in der von den 70er- und 80er-Jahren geprägten Gegend gar nicht anzufangen zu suchen.

Die Gegend lebt von ihrem Mythos. Mangels Angebot werden Phantasiepreise erzielt: Eine abbruchreife Ville auf 650 Quadratmeter Grund wechselte für 400.000 Euro den Besitzer. Das macht umgerechnet 615 Euro pro Bodenquadratmeter. Zum Vergleich: 450 Euro pro Quadratmeter beträgt der bisher offizielle Bodenrichtwert. Doch das Bedürfnis des Aachener Durchschnittsinteressenten bedient das Südviertel mit seinen so üppigen wie hochpreisigen Grundstücken kaum. Darauf dass der Wert der Immobilien steigt, sollte man nicht wetten. Siehe oben. Zudem ist die Infrastruktur alles andere als gut. Ohne Auto geht hier nichts, noch nicht mal einkaufen. Und seit der Verkehr zunimmt und die Bahn gefühlt mitten durch die Gärten fährt, sind die Repräsentativdomizile am gut drei Kilometer langen Ronheider Weg auch nicht mehr so ruhig wie früher.

In Sachen Mehrfamilienhäuser dürfte das Sechs-Familien-Haus im Eberburgweg vermutlich der letzte große Neubau im Viertel sein. Für 90- bis 160-Quadratmeter- Apartments wurden hier 2600 bis 2800 Euro je Quadratmeter bezahlt, fürs Penthouse 3200 Euro. Normal für Neubauten sind 2300 bis 3500 Euro, ältere Mehrfamilienhäuser bleiben mit 1500 bis 2500 Euro pro Quadratmeter deutlich dahinter zurück.

Soers

Für jeden etwas - Die besten Wohnlagen in Aachen - Soers

Soers punktet mit seiner guten Lage: Das Stadtzentrum liegt nur zehn Gehminuten entfernt. Zugleich blickt man auf das unverbaubare Naturschutzgebiet Wurmtal. Ein wichtiger Impuls für den Stadtteil geht von dem Neubauprojekt auf dem alten Stadiongelände Tivoli aus. Mehrere Einfamilien- und Reihenhäuser sowie einige Geschossbauten werden hier derzeit hochgezogen. Mit ihnen kommt endlich das, was es in Soers bisher viel zu wenig gab: Geschäfte.

Die Bausubstanz von Soers stammt aus allen Epochen: Hier gibt es imposante Villen, originelle Reihenhäuser und schnöde Geschossbauten. Mit etwas Glück finden Kaufinteressenten auch ein erweiterungsfähiges Haus aus den 50er-Jahren mit schönem Grundstück für 250.000 Euro plus Sanierungskosten oder ein 60er-Jahre-Mehrfamilienhaus mit 400 Quadratmetern Wohnfläche für 450.000 Euro. Letztlich kann Soers die verschiedensten Bedürfnisse bedienen und wird auch deshalb immer beliebter.

Innenstadt

Je domnäher, desto teurer - Die besten Wohnlagen in Aachen - Innenstadt

Sie ist der Traum vieler Aachener: die Dachterrasse mit Blick auf den Dom. Das Wahrzeichen ist umgeben von altehrwürdigen Stadthäusern, Boutiquen und charmanter Gastronomie. Samstags treffen sich Anwohner aller Couleur vor dem Domkeller oder bespielen gleich nebenan „Aachens grünes Wohnzimmer“, den Elisengarten. Wohnungen, die Park- oder Domblick und am besten beides bieten, werden für bis zu 11 Euro vermietet. Neubauwohnungen erreichen in dieser Traumlage mit bis zu 3200 Euro pro Quadratmeter Aachener Spitzenpreise.

Der Bauboom hat auch die Innenstadt erfasst. Vier Gehminuten vom Dom entfernt, entsteht der Wohnkomplex „Graben 12“ mit insgesamt 60 Wohnungen. Sie kosten zwischen 2900 und 3500 Euro pro Quadratmeter. Ein Drittel war bereits nach knapp drei Monaten Vermarktung verkauft. Begehrt wie eh und je ist die Gegend um die Pontsstraße mit ihren vielen Bars und Kneipen. Die Wohnraumnot ließ hier letzthin die Mieten steigen. Bis zu 13 Euro pro Quadratmeter werden inzwischen aufgerufen.

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