Der Mensch hat es gerne geordnet. Denn sobald etwas nach einem bestimmten Schema geordnet ist, wird es überschaubar. Dementsprechend versucht der Mensch, alles überschaubar zu machen, auch das Wissen. Im Zeitalter der Aufklärung hießen diese Wissenssammler Enzyklopädisten und der Name Brockhaus ist nicht nur Bildungsbürgern ein Begriff. Im Zeitalter des Internets setzt Wikipedia die Tradition der großen Lexika fort. Doch diese Seite ist auch nur eine von vielen und auch als inzwischen umfangreichstes Lexikon der Menschheit kann sie der Informationsflut nur bedingt Herr werden.
Die Autoren des Webadressbuchs versuchen seit 13 Auflagen die Informationen auf dem traditionellen Medium Papier zu bündeln. Die 6000 wichtigsten deutschen Internetadressen stellt die Redaktion auf rund 730 Seiten vor. Das ist zwar nur ein winziger Bruchteil dessen, was allein das deutsche Webuniversum ausmacht. Dennoch ist der Ansatz sinnvoll für alle, die sich langes Suchen ersparen wollen. Sie bekommen hier Webseiten zu etwa 30 übergeordneten Themenbereichen wie etwa Geld und Finanzen aufbereitet. Langwieriges Suchen in ellenlangen Google-Trefferlisten gibt es im Buch naturgemäß nicht. Ein zweiter Vorteil: Das Adressbuch erlaubt das zufällige Finden von Seiten, die man womöglich nie gefunden hätte.
Internetsuchmaschinen wie Google liegen in Sachen Schnelligkeit eindeutig vorne, sofern man das, was man sucht, eng eingrenzen kann. Wer jedoch einen konkreten Einstieg erst suchen muss, hat gute Chancen im Webadressbuch fündig zu werden. Überflüssig werden Suchmaschinen mit dem Webadressbuch keineswegs, aber die unendlichen Weiten des Internets werden ein wenig überschaubarer.
Verlosung
Capital Investor verlost zehn dieser Bücher. Wer gewinnen möchte, sollte bis 11. Februar das Teilnahmeformular ausfüllen.
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