Für die Ausstellung "Im Wirtschaftswunderland" fotografierte Darchinger das Leben der kleinen Leute in der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft: Eine Auswahl dieser Momentaufnahmen, die zwischen 1952 und 1967 entstanden, hat der Taschen Verlag in einem Sammelband neu aufgelegt. Die auf 1000 Exemplare limitierte und signierte Sonderedition erscheint im Juni.
Die Bilder erzählen von der Bedrohung des Kalten Krieges, vom technischen Fortschritt und Sonntagsausflügen mit den Kindern im VW-Käfer. Sie zeigen die Gewinner und Verlierer des Wirtschaftswunders, Menschen aus allen Schichten, bei der Arbeit und zu Hause, in der Freizeit, als Kunden und Konsumenten.
Als Darchinger 1952 seine Fotoreise durch Westdeutschland begann, drängte eine Reiseagentur in New York die Kunden zur Eile: Es sei die letzte Gelegenheit, die Städte im Nachkriegs-Deutschland in Trümmern zu sehen. Fieberhaft werkelte eine ganze Nation am Wiederaufbau und die Brandruinen des Zweiten Weltkriegs wichen Neubauten.
Die Spuren des Kriegs sind auf Darchingers Farb- und Schwarz-Weiß-Fotografien kaum mehr zu entdecken. Auf seinen Reisen durch Deutschland fotografierte der spätere Hoffotograf der Bonner Republik Szenen aus dem Alltag der einfachen Leute. In dem von seinem Sohn Frank Darchinger mitherausgegebenen Buch fügen sich die Momentaufnahmen, die nie als Reportageserie geplant waren, zu einem Zeitbild des Wirtschaftswunders. Sie wurden 2005 in einer Ausstellung erstmals in dieser Zusammenstellung gezeigt.
Der Taschen Verlag hat die Aufnahmen auf 290 Seiten neu aufgelegt – in einer auf 10.000 Exemplare begrenzten Sammlerausgabe. Jeder Band ist nummeriert und von Darchinger signiert. Zudem enthält er die einzelne Farbfotografie "Reichstag, Berlin, 1958". Ab Juni ist das Buch für etwa 400 Euro im Handel erhältlich.
Mehr Informationen unter
www.taschen.com.
© 2008 capital.de






















