Es war immer der Wunsch von Richard Wagner, dass seine Musik einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Dieses Anliegen stand in den vergangenen Jahrzehnten bei den Bayreuther Festspielen jedoch eher im Hintergrund. Elitär und exklusiv ging es bei den Opernaufführungen zu.
Doch in den letzten Jahren hat sich die Festspielleitung immer offener gegenüber zusätzlichen Verbreitungswegen der Wagner-Opern gezeigt. Im vergangenen Jahr starteten beispielweise die Live-Übertragungen im Internet. In den letzten beiden Jahre konnten zudem auf dem Bayreuther Volksfestplatz über 20.000 Menschen auf einer riesigen Leinwand die Walküre singen sehen und hören. Das wird auch am Samstagabend wieder der Fall sein.
In der Inszenierung von Tankred Dorst wird um 16 Uhr der zweite Teil des "Ring der Nibelungen" live aus dem Opernhaus übertragen. Zu hören sind große Sänger wie Johan Botha als Siegmund, Kwangchul Youn als Hunding, Albert Dohmen als Wotan sowie Edith Haller als Siegmunds Zwillingsschwester Sieglinde, die ihm schließlich tragisch verfällt. Dirigent der Aufführung ist Christian Thielemann, der neue musikalische Berater der Festspielchefinnen Eva Wagner-Pasquier und Katharina Wagner.
In diesem Jahr wird auf der Leinwand mittags (11:30) erstmals auch die Kinder-Oper "Tannenhäuser" im Public Viewing gezeigt. Die Aufführung ist die Neuauflage der im letzten Jahr erstmals erprobten Reihe "Richard Wagner für Kinder". Damals wurde eine Kurzfassung der Oper "Der fliegende Holländer" aufgeführt – jedoch nur auf der Wartburg. Auf diesem Wege sollen bereits ganz junge Menschen an die klassische Musik herangeführt werden.
Wer es in diesem Jahr nicht nach Bayreuth schafft, kann sich auf der
Hompage der Festspiele den kostenpflichtigen Livestream der Aufführung ansehen.
Quelle: impulse.de
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