Ein bisschen morbide und dekadent klingen die Raveonettes schon - und das nicht nur weil sie Songtitel wie "Suicide", "Beauty Dies" oder "Dead Sound" im Programm haben. Trotzdem versprüht das dänische Duo nie Larmoyanz oder gar Traurigkeit. Seine Musik irgendwo zwischen Fifties-Schnulzen, Sixties-Beat, Velvet Underground und The Jesus and the Mary Chain schlägt eine unüberhörbare Schneise durch den Mainstream austauschbaren Popgesülzes. Die aktuelle Deutschlandtour der Raveonettes startet am Sonntag in Nürnberg.
Die Formation, die 1999 gegründet wurde und aus dem Gitarristen Sune Rose Wagner und der Bassistin und Sängerin Sharin Foo besteht, tritt live mit drei weiteren Musikern auf. Dabei mischen sich glasklare Stimmen mit donnerndem Schlagzeug und dröhnenden Fuzzgitarren - doch im Mittelpunkt stehen immer eingängige und extrem gut arrangierte Melodien. Die Live-Auftritte der Band haben fast mysthischen Charakter. Wer mal in ein paar Videos hineinschaut, kann die Faszination sofort nachvollziehen. So ähnlich muss die Stimmung bei den Konzerten der legendären Velvet Underground gewesen sein.
Ihren Status als Geheimtipp hat die Formation schon lange abgelegt: Mittlerweile ist sie sogar bei Dave Lettermann aufgetreten. Und auf ihren mittlerweile acht Alben haben Szene-Helden von Martin Rev (Suicide) über Mo Tucker (Velvet Underground) bis Blondie-Produzent Richard Gotteherer und Ronnie Spector mitgemischt. Selbstvertrauen hat die Band genug. So ist dem Spruch "dass wir groß rauskommen werden - das ist nur eine Frage der Zeit" nichts hinzu zu fügen.
TOURDATEN |
|---|
07.02. Nürnberg - K4 |
08.02. Köln - Gebäude 9 |
09.02. Offenbach - Hafen 2 |
10.02. Schorndorf - Manufaktur |
12.02. München - The Atomic Café |
Quelle: impulse.de
© 2010 impulse
















