Alan Hippe legte eine Bilderbuchkarriere hin. Er studierte Betriebswirtschaftslehre in Mannheim. Nach dem Diplom folgte 1996 der Doktortitel. Die Spitzenausbildung der Hochschule mit internationalem Ruf zahlte sich aus: Nach einem Zwischenstopp beim Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist der 38-jährige Hippe heute Finanzvorstand beim Automobilzulieferer Continental.
Auch Jens-Thorsten Rauer stieg schnell auf. Mit 23 Jahren machte er seinen Abschluss in Betriebswirtschaftslehre an der privaten European Business School (EBS) in Oestrich-Winkel. Er schaffte Top-Noten und erhielt eine Auszeichnung für sein soziales Engagement. "Das intensive Lernen in Kleingruppen und der enge, persönliche Kontakt zu den Professoren fördern die Zielstrebigkeit und Belastbarkeit", sagt Rauer. Heute verantwortet der erst 35-Jährige als IBM-Manager große Outsourcing-Projekte.
Die Karriereschmieden in Mannheim und im Rheingau belegen traditionell Spitzenpositionen im Capital Universitätsranking. Dieses basiert auf Aussagen von Personalchefs der 250 größten Unternehmen Deutschlands. Das Ranking zeigt für sieben wirtschaftsrelevante Fächer, welche Universitäten bei den Arbeitgebern den besten Ruf genießen und welche sie für besonders praxisnah halten.
Unsicherheit. Zurzeit gestaltet sich die Karriereplanung für Nachwuchsakademiker schwierig: Das komplette Fächersystem ist im Umbruch. Die Diplomstudiengänge fallen weg zu Gunsten der auch im Ausland anerkannten Bachelor- und Master-Abschlüsse. Doch werden die neuen Studiengänge bei der Jobsuche genauso viel wert sein wie ein Diplom?
Darauf gibt die zeitgleich durchgeführte Umfrage unter den Personalchefs zur Arbeitsmarktsituation von Absolventen Antwort. Sie zeigt, was die Entscheider von dem neuen Bachelor-Abschluss halten und wie viele in diesem Jahr Absolventen einstellen wollen.










