Soll es eine Aktie oder doch eine Anleihe sein? Die Frage nach den Chancen und Risiken einer Kapitalanlage stellt sich für Anleger vor jedem Wertpapierkauf. Wer sich nicht zwischen den beiden klassischen Anlageformen entscheiden kann, sollte einen Blick auf das Zertifikateuniversum werfen. Hier werden nicht nur Produkte mit Aktien- oder Anleihecharakter angeboten, sondern auch unterschiedliche Kombinationen der beiden, die im Ergebnis genau auf die Bedürfnisse des Anlegers zielen.
Hierzu zählen beispielsweise Zertifikate mit Kapitalschutz, die einerseits für den Kapitalerhalt sorgen und dadurch Anleihen ähnlich sind. Andererseits bieten Kapitalschutzpapiere die Chance, an steigenden Kursen im jeweiligen Basiswert zu partizipieren, was wiederum dem Aktienprofil sehr nahe kommt. Die Basiswerte, auf die sich die Zertifikate beziehen, sind inzwischen umfassend und reichen von Aktien über Devisen und Rohstoffen bis hin zu Zinsprodukten.
Nicolai Tietze, Zertifikateexperte der
Deutschen Bank, rät Anlegern aber "wie bei allen Wertpapieren, auf die genaue Funktionsweise und die einzelne Ausgestaltung der Zertifikate zu achten, um ihr Chance-Risiko-Profil zu beurteilen und es für sich zu nutzen".
So sind bei den bereits erwähnten Zertifikaten mit Kapitalschutz, die auch als Garantiezertifikate bezeichnet werden, unterschiedliche Absicherungsniveaus und Gewinnpartizipationen möglich. Diese Wertpapiere bieten den Vorteil, dass zum Laufzeitende eine Mindestrückzahlung garantiert ist.
Je nach Ausgestaltung variiert sie, macht aber häufig 100 Prozent des eingesetzten Kapitals aus. Garantiezertifikate sind also für sicherheitsorientierte Anleger geeignet, die längerfristig an steigenden Kursen im Basiswert teilhaben wollen. Garantiepapiere gehören zu den einfachen Zertifikatestrukturen. Sie bestehen aus Call-Optionsscheinen sowie Anleihen. Letztere ermöglichen den Kapitalerhalt, und mit den Calls partizipieren Anleger an der positiven Wertentwicklung eines Basiswerts.









