Optimismus macht sich breit am US-Aktienmarkt. Ablesen lässt sich das an den Kapitalzuflüssen in amerikanische Aktienfonds, die sich in den vergangenen Wochen auf mehrere Milliarden Dollar beliefen.
Diese Kapitalstütze hat den US-Aktienindizes eine Periode von sieben Wochengewinnen in Folge beschert. Die Zuflüsse haben inzwischen ein Niveau erreicht, das für eine überkaufte Situation kennzeichnend ist. So liegt der Vierwochendurchschnitt, der von der Fondsfirma EPFR in den USA erhoben wird, aktuell bei knapp 3,3 Mrd. Dollar. Ein Wert, der in den vergangenen acht Jahren nur dreimal erreicht oder überschritten wurde: Ende 2003 sowie zu Beginn der Jahre 2004 und 2006. In den letzten beiden Fällen tendierte der Markt, gemessen an dem breiten US-Aktienindex S&P 500, in der Folge seitwärts. Beide Phasen hielten relativ lange an, und erst zum jeweiligen Jahresende stiegen die Kurse wieder kräftig.
Nun ist der Blick in die Vergangenheit zwar kein zuverlässiger Indikator für die Zukunft, er kann aber durchaus hilfreich sein bei künftigen Anlageentscheidungen.
Investoren, die etwa für den amerikanischen Aktienmarkt in den kommenden Monaten einen Seitwärtsmarkt erwarten mit einer Tendenz zu eher steigenden Kursen, finden in Discount- und Bonuszertifikaten geeignete Finanzinstrumente. Denn beide Produkttypen spielen in einem stagnierenden oder leicht steigenden Markt ihre Stärken aus.
Bei Discountzertifikaten erhalten Anleger beim Kauf der Papiere einen Rabatt auf den Preis des Basiswerts, partizipieren im Gegenzug aber nur bis zu einem festgelegten Höchstbetrag (Cap) an Kurssteigerungen. In der Regel ist die Rendite im Seitwärtstrend höher als bei einem Direktinvestment in den Basiswert.
Aber Achtung: Derzeit sind aufgrund der geringen Schwankungsbreite (Volatilität) die Preisabschläge nur moderat. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Discountzertifikate eine positive Rendite abwerfen. Dabei sollte bei der Auswahl der Papiere der Cap nicht allzu weit vom aktuellen Kurs des Basiswerts entfernt liegen.
Bonuszertifikate sind etwas anders strukturiert. Hier können Anleger in den Genuss eines Bonus kommen, wenn ein bestimmtes, vorher definiertes Absicherungsniveau nicht verletzt wird. Durch die Bonuszahlung erzielen Investoren in einer Seitwärtsphase ebenfalls eine höhere Rendite als mit einer Anlage in den Basiswert selbst. Steigt der Basiswertkurs über den Bonusbetrag hinaus, ist sogar noch mehr drin.
Sollte allerdings das Absicherungsniveau verletzt werden, entfällt der Bonus und das Papier folgt eins zu eins der Kursentwicklung des Basiswerts. Anleger sollten daher einen ausreichend großen Puffer zur Absicherungsschwelle wählen. Angeboten werden auch Capped-Bonuszertifikate, die in einem Seitwärtstrend noch höhere Renditechancen bieten als herkömmliche Bonuspapiere, deren Gewinnpotenzial aber begrenzt ist.
Quelle: ftd
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