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01.12.2011

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Investor-Artikel

Turbozertifikate

Dollar-Wette mit Hebel

von Benjamin Feingold

Anleger, die der US-Währung mehr zutrauen als dem Euro, finden in Turbos derzeit die Produkte der Stunde. Ausgestattet mit einem moderaten Hebel eignen sie sich auch für mittelfristige Engagements.

Die aktuelle Situation an den Börsen ruft Erinnerungen wach an die Jahre 2007 und 2008. Zwar gab es damals keine Schuldenkrise, aber in der Zeit vor der Lehman-Pleite kriselte es auch gehörig. Der großen Gewinner war neben Staatsanleihen der US-Dollar, der sich als sicherer Anlagehafen erwies.

In den vergangenen Wochen hat sich die US-Währung ähnlich gut entwickelt wie vor dem Lehman-Schock. Dieser Trend könnte sich fortsetzen, da eine dauerhafte Lösung der europäischen Schuldenkrise nicht in Sicht ist.

Anlegern, die dem Dollar auch diesmal wieder vertrauen, steht allerdings nur eine begrenzte Auswahl an Produkten zur Verfügung. Diese beschränkt sich auf Optionsscheine und Turbo-Zertifikate. "Der Grund hierfür liegt hauptsächlich in der sehr hohen Liquidität von Devisen.

Und das wiederum ist ideal, um von einer kurzfristigen Kursbewegung mit Turbos oder Optionsscheinen zu profitieren", sagt Christian Glaser, Zertifikateexperte der französischen Bank BNP Paribas. Hohe Liquidität bedeutet in diesem Fall, einen fast täglichen 24-stündigen Devisenhandel mit hohen Umsätzen. Allerdings handeln die meisten Emittenten ihre Devisenpapiere nur von 8 bis 22 Uhr.

Unter den Hebelpapieren sind Optionsscheine auf Euro-Währungspaare aufgrund der schwelenden europäischen Schuldenkrise momentan hoch bewertet. Eine bessere Alternative bieten da Knock-out-Papiere, sogenannte Turbos. Sie vollziehen die Kursbewegungen des Währungspaares annähernd eins zu eins nach und sind daher von der Volatilitätserwartung weitgehend unabhängig. Ausgestattet mit einem moderaten Hebel eignen sie sich auch für mittelfristige Engagements.

Anleger, die von einem steigenden Dollar gegenüber dem Euro ausgehen, können mit Euro-Dollar-Bear- Papieren (Puts) auf den Eintritt dieses Szenarios wetten. Der Zusatz Bear oder Put steht für fallende Kurse und bezieht sich immer auf die zuerst genannte Währung, hier also auf den Euro. Bei Währungen gilt ein Hebel von zehn bis 15 als moderat. Ein Turbo-Put der Bank Vontobel (ISIN DE 000 VT3FRJ 9) mit einem Hebel von 15,9 ist daher auch für eine längere Haltedauer geeignet. Die Laufzeit endet am 23. März 2012, Basispreis und Knock-out liegen bei 1,42 Dollar. Zu beachten sind die Finanzierungskosten, die derzeit knapp fünf Prozent pro Jahr betragen.

Wer mit einem stärkeren Hebel vom weiteren Kursverfall des Euro profitieren will, findet in einem Turbo-Bear der Commerzbank, der einen Hebel von rund 28 hat, ein geeignetes Produkt (DE 000 CK5K26 8). Basispreis und Knock-out betragen 1,38 Dollar. Mit beiden Papieren können Anleger auf eine Wiederholung der Krisengeschichte von 2007/2008 und den möglichen Gewinner dieses Jahres setzen.


Quelle: ftd
© 2011 capital.de

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Quelle: FMH-Finanzberatung