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Deutsche Bank baut ihre Position im Börsenhandel mit Energie-Derivaten aus. Sie übernimmt von ihrer zum Verkauf stehenden Tochter, der BHF Bank, das Geschäft mit sogenannten Exchange Traded Derivatives (ETD). Entsprechende Informationen der Financial Times Deutschland bestätigte ein Sprecher der Deutschen Bank. Zum Kaufpreis macht er keine Angaben. Die Transaktion soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein.
Damit stärkt die größte deutsche Bank ihre Präsenz an der Leipziger Strombörse European Energy Exchange (EEX). Die BHF, die dem Marktführer durch die Übernahme der Privatbank Sal. Oppenheim zugefallen war, ist dort nach eigenen Angaben mit 40 Prozent Marktanteil größter Abwickler gehandelter Energiederivate. Die ETD-Sparte umfasst die Abrechnung und Verwaltung von Terminprodukten und zählt rund 30 Mitarbeiter. Sie alle sollen von der Deutschen Bank übernommen werden.
Mit der Übernahme fallen auch die Anteile der BHF an der EEX in Höhe von 2,02 Prozent an die Deutsche Bank, deren eigener Anteil nur 0,32 Prozent beträgt. Mehrheitseigner der EEX ist seit Februar dieses Jahres die Schweizer Terminbörse Eurex.
Auf Basis des Grundpreises, den die Eurex für die Übernahme der Mehrheit gezahlt hatte, liegt der Wert des BHF-Anteils bei knapp 6 Mio. Euro. Die Leipziger Strombörse zählt insgesamt 41 Aktionäre, darunter Stromerzeuger und Banken.
Der Handel mit Rohstoffderivaten ist ein Massengeschäft und muss mit viel Eigenkapital unterlegt werden. Mit dem Verkauf der ETD-Sparte an die Konzernmutter baut die BHF Bank somit ihre Risikopositionen ab und konzentriert sich auf ihr Kerngeschäft mit Unternehmern und vermögenden Privatkunden. Pläne zum Verkauf des Clearinggeschäfts hat es nach Angaben eines BHF-Sprechers bereits seit Ende 2010 gegeben. Ein Zusammenhang mit dem geplanten, wenngleich vorerst unwahrscheinlichen Verkauf der Bank an den Finanzinvestor RHJ International gebe es nicht.
Quelle: ftd.de
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