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21.12.2011
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Foto: FTD
Investor-Artikel

Outperformance

Aufholjagd im Stoxx 50

von Thomas Koch

Mit Outperformance-Zertifikaten können Anleger Verluste aus diesem Jahr mehr als wettmachen - wenn die Börsen mitspielen.

Das Börsenjahr 2011 wird den meisten Anlegern in schlechter Erinnerung bleiben. Das Auf und Ab an den Aktienmärkten hat viele Nerven gekostet, und unter dem Strich liegen die Indizes durch den Kurzfristcrash im August überwiegend im Minus. In die üblichen guten Vorsätze für das neue Jahr reiht sich somit diesmal noch der Wunsch ein, es 2012 bei der Geldanlage unbedingt besser zu machen.

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Glaubt man den Analysten, wird das aber gar nicht so einfach. Denn neben der weiterhin ungelösten Schuldenkrise droht in den kommenden Monaten auch noch eine deutliche Abkühlung der Konjunktur. Einige Pessimisten rechnen sogar mit rezessiven Tendenzen in der Euro-Zone. Inwieweit das alles schon in den Börsenkursen eingepreist ist, weiß zwar niemand. Dennoch scheint es ratsam, auf steigende Aktienkurse abzielende Investments mit einem etwas längeren Anlagehorizont zu verbinden. Denn irgendwann sollte die Stimmung und damit auch die Börsen wieder freundlicher werden. Die Bank Credit Suisse zumindest erwartet, dass der faire Wert der Aktien dank besserer Gewinne sogar schon im Laufe des nächsten Jahres steigen wird. Zudem rechnen die Schweizer mit einer geringeren Risikoaversion der Anleger. Das sollte sich tendenziell positiv auf die Aktienkurse auswirken.

Unter dem Motto "Verluste aufholen mit Zertifikaten" bietet die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bis 11. Januar 2012 ein länger laufendes Outperformance-Zertifikat auf den Euro Stoxx 50 zur Zeichnung an. Am Ende der viereinhalbjährigen Laufzeit werden Anleger mit einer Partizipationsrate zwischen 190 und 210 Prozent an der Performance des Index beteiligt. Geht man vom Mittelwert aus, dann reicht also ein 50-Prozent-Anstieg, um seinen Kapitaleinsatz zu verdoppeln. Einen Cap nach oben gibt es nicht, sodass die Gewinnchancen auch nicht begrenzt sind. Sollte sich der Euro Stoxx 50 (aktueller Stand: 2225 Punkte) bis Mitte 2016 verdoppeln, wird das Zertifikat dementsprechend um rund 200 Prozent zulegen.

Während bei einer positiven Kursentwicklung also deutlich überproportionale Gewinne garantiert sind, werden Anleger an fallenden Kursen bei Fälligkeit "nur" eins zu eins beteiligt. Der Hebeleffekt wirkt, anders als bei Optionsscheinen oder Knock-out-Produkten, bei den Outperformern also nur nach oben. Umsonst gibt es diese vermeintliche Traumkonstellation allerdings nicht. Zum einen müssen Anleger wie immer bei Zertifikaten oder Anleihen das Emittentenrisiko beachten. Zum anderen wird der Euro Stoxx 50 - anders als zum Beispiel der DAX - als reiner Kursindex ohne Berücksichtigung der Dividendenausschüttungen berechnet. Jedes Mal, wenn ein Unternehmen eine Dividende zahlt, wirkt sich dies durch den entsprechenden Kursabschlag bei der Aktie am Tag danach also tendenziell negativ auf die Wertentwicklung des Index aus.


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Quelle: FMH-Finanzberatung