15.07.2010
Zur Fälligkeit erhalten Investoren in jedem Fall die dem Zertifikat zugrunde liegenden Aktien geliefert
Zur Fälligkeit erhalten Investoren in jedem Fall die dem Zertifikat zugrunde liegenden Aktien geliefert
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Investor-Artikel

Nischenprodukt

Phönix aus der Asche

von Christian Scheid

Für Anleger, die mit vorübergehend fallenden Kursen rechnen, sind die Phönix-Zertifikate von HSBC Trinkaus einen Blick wert. Die Düsseldorfer haben insgesamt 30 dieser Papiere auf deutsche und französische Standardwerte neu aufgelegt.

"Die Konditionen der Phönix-Zertifikate sind nicht in jeder Marktphase attraktiv", sagt Heiko Weyand, Direktor Produktmarketing Zertifikate von HSBC Trinkaus. "Aktuell sehen die Parameter aufgrund der recht niedrigen Volatilität und der hohen Dividendenrenditen wieder besser aus." Die neuen Papiere haben eine Laufzeit bis Juni 2011 beziehungsweise Juni 2012.

Zur Fälligkeit erhalten Investoren in jedem Fall die dem Zertifikat zugrunde liegenden Aktien geliefert. "Somit sind die Phönix-Zertifikate grundsätzlich auf steigende Kurse ausgerichtet", erklärt Weyand. Darüber hinaus besteht die Chance auf einen Zusatzbetrag, wenn die Aktie vorübergehend noch einmal fällt. Dazu muss der Basiswert während der Laufzeit einen bestimmten zuvor festgelegten Schwellenkurs berühren oder unterschreiten und am Laufzeitende wieder oberhalb dieser Barriere notieren. In diesem Fall können Anleger überproportional von einer positiven Kursentwicklung profitieren. "Geschulte Anleger können mit den Phönix-Zertifikaten das Timing-Problem lösen", so Weyand.

Ein Beispiel: Ein Papier auf BASF ist mit einem Schwellenkurs von 40 Euro versehen. Wenn die Anteile des Chemiekonzerns, die derzeit 46,50 Euro kosten, bis zum Laufzeitende im Juni 2011 noch einmal auf diese Marke oder darunter zurückfallen, am Schluss aber wieder oberhalb von 40 Euro notieren, erhalten Anleger die Differenz aus dem Aktien- und dem Schwellenkurs ausgezahlt.

Angenommen, die BASF-Aktie steht zum Laufzeitende bei 50 Euro, dann beträgt der Zusatzbetrag 10 Euro (50 Euro minus 40 Euro). Zusätzlich entsteht ein Gewinn durch die Lieferung der Aktie. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Phönix-Zertifikate im Vergleich zum Basiswert mit einem Agio gehandelt werden, das erst einmal aufgeholt werden muss. Im Beispiel BASF beträgt dieser Aufschlag derzeit 1,29 Euro. Zudem gehen den Anlegern anfallende Dividendenzahlungen verloren.

Aufgrund der Sorgen über die weitere wirtschaftliche Entwicklung bieten sich mutigen Anlegern als Basiswerte für ein Investment in ein Phönix-Zertifikat in erster Linie konjunktursensible Unternehmen an. Neben dem Chemieunternehmen BASF kommen aus dem Dax daher die Anteile des Gaseherstellers Linde, des Nutzfahrzeugkonzerns MAN und des Düngemittelproduzenten K+S infrage.


Kursinformationen + Charts

UnternehmenISIN
BASFDE0005151005.DE  Detailinformationen
K+SDE0007162000.DE  Detailinformationen
LindeDE0006483001.DE  Detailinformationen
MANDE0005937007.DE  Detailinformationen

Quelle: ftd
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Quelle: FMH-Finanzberatung