Bei Pensionsfonds und Rentenversicherungsanbietern wächst das Interesse, sich gegen das geschäftliche Risiko der Langlebigkeit ihrer Mitglieder und Kunden abzusichern. Investmentbanken wittern ein neues Geschäftsfeld und schaffen bereits einen Markt für Wetten auf die Lebenserwartung. Sie bieten Derivate an, die dieses Risiko in Wertpapieren verbriefen.
Nach Angaben der Schweizer Rückversicherung Swiss Reinsurance Co. hängen 1700 Mrd. Dollar der insgesamt 2300 Mrd. Dollar an Pensionsfonds-Vermögen von Langlebigkeitsrisiken ab. Allerdings ist es vergleichsweise schwierig Käufer zu finden, die den Gegenpart bei Wetten übernehmen wollen, die sich möglicherweise erst in 20 Jahren oder später auszahlen.
Goldman Sachs und die
Deutsche Bank AG haben Versicherungsgesellschaften gegründet, die die Pensionszahlungen übernehmen, wenn der Pensionsbezieher über ein bestimmtes Alter hinaus lebt. Im Gegenzug erhalten die Versicherungen üblicherweise einen Anteil an den Geldern des Pensionsfonds. Die Banken suchen ebenso wie
Morgan Stanley,
Credit Suisse Group AG und die
UBS AG nach Wegen, dieses Risiko Investoren schmackhaft zu machen.
Auch die Versicherungen geraten an die Grenze dessen, was sie bereit sind, an Pensionsfonds-Verpflichtungen zu übernehmen. Daher haben
JPMorgan und die britische Versicherung Prudential Plc im vergangenen Jahr in London einen Verband gegründet, der einen Sekundärmarkt für so genannte Langlebigkeitsrisiken aufbauen und standardisieren soll.
Der Verband entwickelt Indizes für Sterberaten und erstellt Wertpapiere. Mitglieder der LLMA Life & Longevity Markets Association sind daneben Aviva,
Axa, Deutsche Bank,
Legal & General,
Morgan Stanley,
Munich Re, Pension Corporation, RBS,
Swiss Re und UBS.









