Die Entwicklung gegenüber anderen Leitwährungen wie dem US-Dollar oder dem Yen war 2011 deutlich negativ. Aber gegenüber Schwellenländerwährungen wie dem südafrikanischen Rand konnte sich die europäische Leitwährung behaupten. Doch damit scheint es jetzt vorbei zu sein, denn der als Rohstoffwährung bekannte Rand profitiert von einer globalen Aufhellung des wirtschaftlichen Umfelds. Torsten Gellert vom Devisenbroker FXCM erwartet dennoch tendenziell eine Seitwärtsbewegung des Rand, da sich die südafrikanische Wirtschaft trotz deutlicher Zinssenkungen im Spätsommer 2011 nicht erholt hat.
In einer solchen Marktphase sind Inline-Optionsscheine eine interessante Variante, da sie von einer Kursberuhigung des Euro profitieren würden. Die Deutsche Bank hat jetzt nicht zuletzt aufgrund der aktuell günstigen Volatilität eine Reihe neuer Inlinepapiere auf den Wechselkurs Euro/ Rand emittiert. „Von institutioneller Seite haben wir Interesse an Bandbreitenprodukten auf den Euro-Rand- Wechselkurs gesehen, da die Volatilitätsbewertung des Optionsmarkts relativ hoch ist, aber die tatsächliche Schwankungsbreite nur moderat ausfällt“, sagt Nicolai Tietze, Derivateexperte der Deutschen Bank.
Die Papiere sind nur etwas für mutige Anleger, denn hier ist das Motto „hopp oder top“. Sollte nämlich eine der beiden Grenzen, die ober- und unterhalb des aktuellen Wechselkurses liegen, berührt, unter- oder überschritten werden, heißt es: Totalverlust. Geht die Wette auf, erhalten Anleger im Erfolgsfall am Laufzeitende 10 Euro und können hohe Renditen einfahren.
Eines der vom Emittenten als Double- No-Touch-Scheine bezeichneten Papiere mit Ober- und Untergrenzen von 9,50 und 11,30 Rand sowie einer Laufzeit bis Ende April kostet aktuell 6,53 Euro. Damit ergibt sich eine maximale Renditechance von rund 53 Prozent. Der aktuelle Kurs des Basiswerts liegt bei knapp 10,40 Rand je Euro. Zur Orientierung: Bis zum Sommer pendelte der Wechselkurs zwischen 9,50 und 10 Rand in einem Seitwärtskanal und erreichte im November sein Jahreshoch bei knapp 11,50 Rand.
Wer einen Schein mit Grenzen sucht, die außerhalb der Kursbewegungen des vergangenen Jahres liegen, wird ebenfalls fündig. Allerdings bietet der infrage kommende 8,90er-/ 11,60er-Inliner aufgrund der höheren Eintrittswahrscheinlichkeit eine geringere Renditechance von 4,4 Prozent. Wer erwartet, dass den Südafrikanern die Krisenbewältigung besser gelingt als den Europäern, sollte die untere Grenze nicht zu nah am aktuellen Wechselkurs wählen.
Quelle: boerseonline
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