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03.02.2012
Gold
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Foto: reuters
Investor-Artikel

Gold-Zertifikate

Neue Korridorwette

von Thomas Koch

Bei Trend-Inline-Optionsscheinen werden die Barrieren jede Woche nach oben angepasst. Anleger sollten mit einem tendenziell steigenden Preis rechnen.

Der Goldpreis ist in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen. Die Feinunze hat sich mittlerweile elf Jahre in Folge verteuert. Unterm Strich steht ein Anstieg von mehr als 500 Prozent. Während einige Skeptiker schon länger mit dem Platzen der vermeintlichen Preisblase rechnen, zeigen sich die meisten Analysten zuversichtlich, dass der positive Trend weiter anhält. Ein Angriff auf das im Herbst markierte Rekordhoch bei rund 1920 Dollar scheint demnach nur eine Frage der Zeit.

Aktuell notiert Gold bei knapp 1740 Dollar und damit bereits mehr als zehn Prozent höher als zum Ende des abgelaufenen Jahres. Eine ungebremste Fortsetzung der Preisrally erwartet trotz allem Optimismus aber kaum jemand. Auch weil die zuvor sehr rege Aktivität der Spekulanten durch mehrere Anhebungen der Margin-Anforderungen an den Terminmärkten spürbar eingeschränkt wurde. Es wird bei den Banken deshalb überwiegend von einer etwas weniger volatilen Aufwärtsbewegung ausgegangen.

Passend zu dieser Prognose hat die Société Générale jetzt einen neuen Produkttyp auf den Markt gebracht. Mithilfe eines Trend-Inline-Optionsscheins spekulieren Anleger darauf, dass sich der Goldpreis bis zum Ende dauerhaft in einem bestimmten Preiskorridor bewegt. Anders als bei normalen Inline-Optionsscheinen ist dieser Korridor aber nicht fix. Stattdessen steigen sowohl die untere als auch die obere Barriere der Range jede Woche um 5 Dollar an. Damit soll der Erwartung eines tendenziell steigenden Goldpreises Rechnung getragen werden.

Bei einer Laufzeit bis Ende Juli und damit insgesamt 27 Anpassungsterminen kommt es auf beiden Seiten des Korridors somit zu einer Erhöhung um 135 Dollar im Vergleich zu den Startwerten. Diese lagen bei der Emission in der vergangenen Woche bei 1480 sowie 2055 Dollar. Durch die erste, bereits am Montag erfolgte Veränderung liegt der relevante Korridor jetzt zwischen 1485 und 2060 Dollar. Bei Fälligkeit Ende Juli wird er dann auf 1615 bis 2190 Dollar gestiegen sein.

Für die Frage, ob der Korridor verletzt wurde oder nicht, sind aber immer die jeweils aktuellen Werte von Bedeutung, sodass Anleger genau mitrechnen müssen. Die Rückzahlung erfolgt ansonsten wie bei klassischen Inlinern. Notiert der Goldpreis die ganze Zeit in dem Korridor, wird ein Fixbetrag von 10 Euro ausgezahlt, was einen Gewinn von 100 Prozent zur Folge hätte. Wird eine der beiden Barrieren verletzt, verfällt der Schein automatisch wertlos.

Auch wenn die Funktionsweise etwas komplex wirkt, können sich die Konditionen durchaus sehen lassen. Ein in etwa vergleichbarer Inline-Optionsschein (Laufzeit bis Anfang Juni, Korridor von 1400 bis 2200 Dollar) ohne regelmäßige Anpassung bringt es aktuell nur noch auf eine mögliche Rendite von gut zehn Prozent.


© 2012 ftd.de

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Quelle: FMH-Finanzberatung