30.07.2010
Mehr als Wüste: In den Bereichen Technologie, Sicherheit und Generika gehört das Land zu den Weltmarktführern
Mehr als Wüste: In den Bereichen Technologie, Sicherheit und Generika gehört das Land zu den Weltmarktführern
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Investor-Artikel

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Hightech aus Israel

von Emmeran Eder

Israel hat die Finanzkrise gut gemeistert und ist danach schnell wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Nach einer Konsolidierung dürfte auch der Aktienmarkt wieder in Schwung kommen.

Den Leitzins hat Israels Wirtschaft von 1,5 auf 1,75 Basispunkte erstmals nach vier Monaten wieder angehoben. Grund ist die boomende Wirtschaft, die derzeit für Inflationsdruck sorgt. Vor allem steigende Immobilienpreise sind dafür verantwortlich. Im ersten Quartal 2010 wuchs die Wirtschaft um 3,6 Prozent, für das Gesamtjahr wird mit einer Zunahme beim BIP von 3,7 Prozent gerechnet.

Weder Konjunkturprogramme noch Bankenrettungspakete waren dafür notwendig. Denn selbst 2009 legte die Wirtschaft noch um 0,7 Prozent zu - als fast alle anderen Industrieländer einen kräftigen Einbruch verzeichneten. Als Vorteil für den Staat erwies sich, dass seine Finanzinstitute kaum faule Immobilienkredite in ihren Bilanzen hatten. Auch die geringe Abhängigkeit von den zyklischen Sektoren Automobil, Maschinenbau und Stahl, die in der Krise besonders litten, wirkte sich positiv aus. Die vergleichsweise niedrige Arbeitslosigkeit von rund sieben Prozent und ein durchschnittlicher Lohnzuwachs von 2,2 Prozent in diesem Jahr sorgen dafür, dass die Verbraucher kräftig konsumieren.

Neben der Binnenwirtschaft spielt der Export eine große Rolle für die Ökonomie des Landes. Besonders in den Bereichen Technologie, Sicherheit und Generika gehört das Land zu den Weltmarktführern. Mit rund 4000 Unternehmen gibt es in Israel weltweit die höchste Konzentration an Hightechfirmen außerhalb des Silicon Valleys. Positiv dürfte sich künftig die erst kürzlich erfolgte Aufnahme in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auswirken. Trotz der guten Aussichten schwächelte der Leitindex TA25 zuletzt. Nach einer Verdoppelung zwischen März 2009 und März 2010 verlor das Barometer im zweiten Quartal zehn Prozent. Seit Anfang Juli ist die Benchmark aber wieder im Aufwärtstrend und liegt derzeit wieder auf dem 200-Tages-Durchschnitt. Wird er überwunden, ist der Weg für einen neuen Aufwärtstrend gegeben. Mit einem 2010er-KGV von 16 sind die 25 Topwerte an der Börse in Tel Aviv fair gepreist, haben aber noch Luft nach oben. Banken Pharma- und Generikatitel sowie Techwerte dominieren den Index. Mit einem Zertifikat der Deutschen Bank setzen Anleger auf das Barometer. Auf die Dividenden in Höhe von knapp drei Prozent müssen die Anleger dabei leider verzichten. Der Spread beträgt 0,44 Prozent. Terroranschläge können immer wieder für kurzzeitige Rückschläge führen. In Israel hat die politische Börse aber kurze Beine. Im Regelfall erholt sie sich schnell wieder von solchen Einbußen - die Anleger haben sich im Laufe der Jahre einfach daran gewöhnt.

Steckbrief Israel Zertifikat

Emittent

Deutsche Bank

WKN

DB25TA

Laufzeit

endlos

Spread

0,44 Prozent

Dividenden

nein

Kurs

22,65 Euro


Quelle: boerseonline
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Quelle: FMH-Finanzberatung