Empfehlen Als E-Mail verschicken Facebook Twitter XING Drucken
03.01.2012
Seite  1 | 2


Foto: laif-reportagen
Investor-Artikel

Edelmetalle

Am Goldpreis scheiden sich die Geister

Analysten glauben an eine Rally, Hedge-Fonds dagegen ziehen sich zurück: Die Prognosen über die Preisentwicklung des Edelmetalls weichen stark voneinander ab.

Der Goldpreis hat 2011 das elfte Jahr in Folge mit einem Aufschlag beendet. Der Anstieg betrug 10,5 Prozent auf 1563,70 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm). Über einen derart langen Zeitraum war das Edelmetall seit mindestens neun Jahrzehnten nicht mehr gestiegen. Gleichzeitig befindet sich Gold jedoch am Rande eines Bärenmarkts. Die Prognosen über die künftige Richtung des Goldpreises variieren zum Jahresauftakt deutlich.

Händler und Analysten sehen die Zukunft positiv: Sie rechnen für 2012 mit Preissteigerungen bis zu 38 Prozent auf 2140 Dollar, wie eine Umfrage von Bloomberg zeigt.

Ganz anders schätzen Großinvestoren und Spekulanten die Situation bei Gold ein. George Soros etwa, der die Preisentwicklung bei Gold vor zwei Jahren als "ultimative Blase" bezeichnete, hat Anfang 2011 99 Prozent seiner Bestände verkauft.

Auch die Hedge-Fonds-Manager John Paulson, Paul Touradji und Eric Mindich haben im vergangenen Jahr einen Teil ihrer Vorräte abgestoßen. Insgesamt sind Goldspekulanten für die Entwicklung so pessimistisch wie seit 31 Monaten nicht mehr.

Die Meinungsverschiedenheiten haben in den vergangenen Wochen zugenommen. Gold ist nach einem Rekordhoch bei 1900,23 Dollar am 5. September 2011 um knapp 18 Prozent abgesackt und befindet sich damit kurz vor einem Bärenmarkt. Während sich die einen aus dem Edelmetall zurückziehen und auf Barmittel setzen, kaufen andere hinzu und haben dazu beigetragen, dass das Volumen börsengehandelter Goldprodukte vor gut zwei Wochen auf ein Rekordhoch kletterte.

"Es hat seinen Zweck 2011 erfüllt und Investoren abgesichert", sagt Michael Cuggino, Vermögensverwalter bei Permanent Portfolio Funds in San Francisco. "Alles hat sich um Gold gedreht. Aber wer Gold bei 1800 Dollar gekauft hat, ist nicht so glücklich. Einige werden jetzt aussteigen, Langzeitinvestoren werden dabeibleiben."

Am Montag pendelte der Preis in London am Tagesmarkt um die Marke von 1564 Dollar je Unze und blieb damit unter dem Durchschnitt von 1572 Dollar für 2011. Seit Beginn des Bullenmarkts im Jahre 2001 hat sich der Preis versechsfacht.


Schreiben Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel


Ihre Meinung

Ihr Name
Ihre Email-Adresse (wird nicht veröffentl.)
Betreff
Ihr Kommentar



 
Capital - Suche
 
Alle Zinsen auf einen Blick
Wo Sie günstig finanzieren können und welche Anbieter Sparern die höchsten Renditen bieten.
ProduktMittel-
wert
Spanne
Baugeld (10 Jahre fest)2,79%2,53-4,90%
Tagesgeld (5.000 Euro)1,44%0,19-3,00%
Festgeld (12 Monate)1,51%0,50-3,00%
Sparbriefe (4 Jahre)1,65%0,45-3,25%
Girokonto (Dispo)11,03%5,50-13,81%
Ratenkredite (36 Monate)6,82%4,33-11,99%
Quelle: FMH-Finanzberatung