Auch wenn sich die Nervosität der Investoren in den vergangen Tagen etwas gelegt hat, historisch gesehen ist sie immer noch auf einem hohen Niveau. Der VDAX-New, der die auf Basis von DAX-Optionspreisen erwartete Schwankungsbreite (Volatilität) des DAX misst, liegt noch immer bei rund 40 Punkten. Zum Vergleich: Seit Jahresbeginn - mit Ausnahme der Japan-Krise - lag die Volatilität zwischen 15 und 25 Punkten.
Anleger, die in Hebelpapiere investieren wollen, haben damit ein Problem: Die hohe Volatilität verteuert Optionen. Allerdings gibt es Alternativen: Discount-Optionsscheine etwa, auch Capped-Optionsscheine genannt, sind derzeit attraktiv bewertet. Je nach Ausgestaltung sind die Papiere - anders als klassische Plain-Vanilla-Optionsscheine - bei hohen Schwankungen sogar günstiger als bei niedrigen. Durch geschicktes kombinieren von Discount-Calls und -Puts ergeben sich zudem interessante Chance-Risiko-Profile.
Prinzipiell funktionieren Discount-Optionsscheine wie klassische Calls und Puts. Für jeden Punkt, den der DAX bei Fälligkeit über dem Basispreis (Call) beziehungsweise darunter (Put) liegt, erhalten Investoren 1 Cent pro Optionsschein. Notiert der deutsche Aktienindex allerdings unter (Call) beziehungsweise über (Put) dem Basispreis, verfällt auch der Discount-Optionsschein wertlos. Einziger Unterschied zu den klassischen Scheinen: Der Gewinn ist bei Discount-Optionsscheinen von vorne herein begrenzt. Die Einschränkung wird allerdings honoriert: Discount-Optionsscheine sind viel günstiger als Plain-Vanilla-Papiere, wie das nachfolgende Beispiel zeigt.








