Und wieder hat es nicht geklappt: Nachdem der Dax auch im Juni daran gescheitert ist, ein neues Jahreshoch zu erklimmen, fragen sich immer mehr Anleger, ob in diesem Börsenjahr überhaupt noch größere Gewinne möglich sind. Zumal die saisonal eher schwierige Phase von August bis Oktober erst noch bevorsteht. Es hat ganz den Anschein, als sollte der deutsche Standardwerteindex die Seitwärtsbewegung der vergangenen zehn Monate zwischen knapp 5200 und gut 6300 Punkten noch einige Zeit beibehalten. Clevere Investoren haben mit Capped-Optionsscheinen ein sehr gutes Anlagevehikel zur Hand, um von einem solchen Szenario zu profitieren – und bei gut kalkulierbarem Risiko prozentual zweistellige Gewinne einzufahren.
Die Funktionsweise der Papiere, die auch als Discount-Optionsscheine bekannt sind, ist schnell erklärt. Als Beispiel soll ein Dax-Capped-Call dienen, der mit einem Basispreis bei 4800 Punkten und einer Obergrenze (Cap) bei 5300 Punkten ausgestattet ist (siehe Tabelle). Entscheidend für die Höhe der Rückzahlung ist bei diesem Papier der Dax-Stand vom 17. Dezember 2010. Notiert der deutsche Blue-Chip-Index dann bei mindestens 5300 Zählern, was seit dem 4. September 2009 immer der Fall war, dann wird der Schein zu 5 Euro zurückbezahlt. Bezogen auf den aktuellen Briefkurs von 4,31 Euro entspräche das einem Gewinn von 16 Prozent. Für jeden Dax-Punkt weniger gäbe es beim Capped-Call 1 Cent Abzug, sodass der Optionsschein bei einem Dax-Niveau von beispielsweise 5150 Punkten noch 3,50 Euro wert wäre. Anleger hätten in diesem Fall einen Verlust von 19 Prozent zu tragen.
Lässt sich mit dem vorgestellten Capped-Call eine maximale jährliche Rendite von gut 34 Prozent erzielen, so steigt diese um etwa elf Prozentpunkte, wird die Obergrenze zum Beispiel um 200 auf 5500 Zähler nach oben gesetzt. Ins Minus würde man bei diesem Schein – Basispreis 5000 Punkte, Einstandskurs 4,11 Euro – erst rutschen, wenn der Dax am Laufzeitende unter 5411 Zählern (5000 plus 411 Punkte) notiert.







