Die Märkte werden zunächst volatil aufwärts tendieren und im zweiten Halbjahr möglicherweise in schwierigeres Fahrwasser geraten. So oder ähnlich beantwortete das Gros der Analysten zu Jahresbeginn die Frage nach den Aussichten für 2010. Unglücklicherweise haben die Märkte seither schon rund zehn Prozent verloren, einzelne Branchen wie Banken- oder Solarwerte kamen deutlich stärker unter die Räder. Ein klarer Trend ist zurzeit nicht auszumachen.
Gute Chancen bieten sich momentan für Fans von Call-, insbesondere von Capped-Call-Optionsscheinen. Zwar bremsen die Probleme um Griechenland und andere Sorgenkinder am Rande der Euro-Zone momentan weiter gehende Erholungsversuche. Auch sehen die aktuellen US-Konjunkturdaten alles andere als erfreulich aus. Doch es gibt auch positive Aspekte: So fielen die Unternehmenszahlen der vergangenen Wochen überwiegend zufriedenstellend aus.
Wie der
Dax haben auch etliche Einzelwerte seit Jahresbeginn zum Teil deutliche Korrekturen hinnehmen müssen. Die Konditionen für Capped-Optionsscheine sehen daher jetzt wieder freundlicher aus. Ohnehin setzen Anleger bei Capped-Calls im Unterschied zu herkömmlichen Scheinen nicht zwingend auf eine Marktrally. Es kann je nach Ausgestaltung der Papiere auch ein Seitwärtstrend reichen, um Gewinne einzufahren. Die sind allerdings durch die Obergrenze (Cap) begrenzt.
Rückzahlung bei unterschreiten des Cap
Wichtig bei Capped-Calls ist, welche Rückzahlung sich ergibt, wenn der Basiswert unter dem Cap notiert. Bei den im Folgenden vorgestellten Papieren beträgt die maximale Auszahlung jeweils 5 Euro. Für jeden Cent unter dem vorgegebenen Cap erhalten Anleger 1 Cent weniger ausgezahlt. Sinkt die Aktie am Laufzeitende unter den Basislevel, bedeutet das den Totalverlust.
Ein Kandidat für eine Capped-Call-Wette ist die Aktie von
K+S. Das Unternehmen ist als Lieferant von Streusalzen einer der Profiteure des harten Winters. Zudem machen momentan Übernahmegerüchte die Runde, die der Aktie zusätzlichen Auftrieb geben.
Im Verlaufe des Jahres könnte der Agrarwert dann weitere Unterstützung bekommen, wenn die Kalipreise von aktuell knapp 400 Dollar je Tonne wieder ansteigen. Die Nachfrage nach Kali war seit Ende 2008 merklich zurückgegangen, da sich auf den hohen Preisniveaus kaum Käufer fanden, zum anderen die Lager auch gut gefüllt waren. Mit einem Capped-Call mit Laufzeit bis Dezember 2010 profitieren Anleger, wenn K+S bei Fälligkeit des Optionsscheins über 42,66 Euro notiert. Die Seitwärtsrendite läge auf das Jahr gerechnet bei 59,7 Prozent.
Etwas weniger bei gleicher Laufzeit, aber niedrigerer Volatilität des Basiswerts wirft ein Capped-Schein auf
Adidas ab. Die Fußball-WM in Südafrika sollte der Aktie dabei einige Unterstützung geben, sodass sie nach unten gut abgesichert ist. Für die maximale Rendite von 50,10 Euro reicht aus, dass das Papier bei Laufzeitende über 35 Euro notiert. Aktuell liegt Adidas bei rund 37 Euro.







