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Das Argument, mit dem private Krankenversicherer ihre Beitragserhöhungen ankündigen, ist Jahr für Jahr dasselbe: stark gestiegene Kosten im Gesundheitsbereich - verursacht durch teurere Technik und neue, kostenintensive Behandlungsmethoden.
In diesem Jahr fallen die Anpassungen im Schnitt zwar etwas geringer aus als im Vorjahr. Nach aktuellen Berechnungen des Analysehauses Morgen & Morgen erhöhen sich die Beiträge für Arbeitnehmer bei den Männern im Schnitt um 5,1 (Vorjahr: 7,4) und bei den Frauen um 3,6 (Vorjahr: 6,6) Prozent. Die Abweichungen vom Mittelwert sind allerdings gewaltig: Die Central etwa brummt männlichen Versicherten in einigen Tarifen 22 Prozent höhere Beiträge auf, Frauen müssen dort je nach Tarif ab Januar um bis zu 27 Prozent mehr zahlen. Im Jahr kann das mehr als 1400 Euro zusätzliche Ausgaben bedeuten.
Der Ärger über derlei Kostensprünge brandet oft beim Ombudsmann der Privaten Krankenversicherungen an: Mehr als 500 Beschwerden, die 2010 bei ihm eingingen, betrafen die Themen Beitragshöhe und -anpassung. Auch im Internet machen die Versicherten ihrem Ärger Luft: "Schon wieder nette Post der Arag im Briefkasten. 40 Euro pro Monat mehr", schreibt eine Kundin in einem Forum für Finanzfragen. "Was kann ich tun, um meine Beiträge zu senken?"
Vergleichsportale im Internet locken mit Tarifoptimierungen, die eine monatliche Ersparnis bis zu 200 Euro bringen. Durch Leistungsverzicht und höhere Selbstbehalte wird der Beitrag massiv gedrückt. Die drastische Kostensenkung führt jedoch dazu, dass viel weniger Geld ins Alterspolster fließt - die gestrichenen Leistungen müssen später teuer nachversichert werden. Welche Positionen tatsächlich verzichtbar sind, ermittelt am besten ein unabhängiger Berater. Er kann auch beurteilen, ob am Ende der Wechsel in einen anderen Tarif nicht günstiger kommt.
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