Riester-Sparen verliert an Dynamik. Die Zuwachsrate an Verträgen sank im vergangenen Quartal gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 12,2 auf 9,7 Prozent. Das zeigen Zahlen des Bundesarbeitsministeriums, in der Zu- und Abgänge bei dieser staatlich geförderten Altersvorsorge verrechnet sind. Besonders stark ließ die Begeisterung bei Investmentfonds-Verträgen nach; das Plus schrumpfte von 20,4 Prozent auf lediglich 9,6 Prozent. Vermutlicher Grund ist zwischenzeitliche die Kursschwäche bei Aktien, die den Vertrieb erheblich erschwerte.
Auch bei Banksparplänen ging es steil abwärts – von 17,9 auf 14,3 Prozent. Hingegen ließ das Interesse an Versicherungen nur leicht nach – von 9,6 auf 9,3 Prozent. Außerhalb der Wertung läuft der sogenannte Wohn-Riester, also die staatliche Förderung des selbstgenutzten Wohneigentums. Sie wurde erst Ende 2008 eingeführt.
In absoluten Zahlen liegen im ersten Quartal 2010 weiterhin die Versicherungen mit 10,0 Millionen Kontrakten weit vorne. Auf dem zweiten Platz verbleiben die Fonds mit 2,7 Millionen Verträgen, gefolgt von den Banksparplänen (0,7 Millionen). Auf dem vierten Platz, allerdings mit gewaltigen Zuwachsraten von Quartal zu Quartal, folgt der Wohn-Riester (0,3 Millionen Stück). Hier liegt die tatsächliche Anzahl von Verträgen etwa doppelt so hoch als offiziell angegeben. Grund: Erst wenn ein Prozent der vereinbarten Summe einbezahlt ist, werden unterschriebene Kontrakte ans Ministerium gemeldet. Bei anderen Riester-Arten gibt es keine vergleichbare Regelung.
Quelle: boerseonline
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