Die Begeisterung fürs Riester-Sparen lässt nach. Im vergangenen Jahr wurden 9,1 Prozent mehr Verträge für diese staatliche geförderte Form der Altersvorsorge abgeschlossen. 2008 hatte der Anstieg noch 12,9 Prozent betragen, 2007 sogar 33,6 Prozent.
Als ein Grund für den Rückgang gilt, dass es seit 2008 keine Erhöhung der Riester-Zulagen mehr gegeben hat, also ein Abschlussargument wegfällt. Zum anderen ist der Markt möglicherweise weitgehend ausgereizt, was die Zahl der tatsächlich Riester-Interessierten betrifft. Rechtlich gesehen könnten die meisten Deutschen einen Riester-Vertrag abschließen.

Wie Zahlen des Bundesarbeitsministeriums weiter zeigen, traf es 2009 die Investmentsfonds besonders hart. Hier hat sich der Zuwachs im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert – von 24,1 auf 10,2 Prozent. Das ist vermutlich auf die generelle Aktienmüdigkeit im Zuge der Finanzkrise zurückzuführen. Die beliebteste Form des Riester-Sparens blieben Versicherungspolicen (+6,6 nach +9,9 Prozent). Sie haben jetzt einen Anteil von knapp drei Vierteln an der Gesamtzahl von gut 13 Millionen Verträgen. Fondssparpläne machen etwa ein weiteres Fünftel aus, Banksparpläne (+14,3 nach +15,4 Prozent) und der sogenannte Wohn-Riester teilen sich den Rest.
Der Wohn-Riester – hier kann mit staatlicher Förderung Wohneigentum finanziert werden – startete 2008. Seitdem hat sich die Zahl der Kontrakte verachtfacht. Die absolute Menge von knapp 200.000 Stück ist allerdings noch verschwindend gering, wenn man sie beispielsweise mit den fast zehn Millionen Riester-Versicherungen vergleicht.
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