Bei der Rente holen Frauen gegenüber den Männern langsam auf: Laut einer Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge schrumpft der Unterschied der Renten zwischen den Geschlechtern.
Die Forscher erwarten, dass in der nächsten Generation 70 bis 80 Prozent der Frauen materiell genauso gut gestellt sind wie Männer – auch bei der Altersvorsorge. Der Grund dafür: Immer mehr Frauen machen einen höheren Schulabschluss und studieren. Der zunehmende Fachkräftemangel in Deutschland soll, so die Autoren der Studie, auch dazu führen, dass Unternehmen sich immer mehr auf die Bedürfnisse weiblicher Arbeitnehmer einstellen müssen – auch, was die Vereinbarkeit von Kindern und Karriere angeht. Mit diesen Vorraussetzungen könnten Frauen in Zukunft länger in die Rentenkasse einzahlen.
Da sich zudem die Gehälter der Arbeitnehmerinnen allmählich an die ihrer männlichen Kollegen angleichen, können sie auch privat mehr fürs Alter auf die Seite legen. Nach den Ergebnissen des DIA übernehmen mittlerweile 80 Prozent der Frauen selbst Verantwortung für ihre Alterssicherung: Fast zwei Drittel zahlen Beiträge für die Gesetzliche Rentenversicherung, mehr als die Hälfte spart im Rahmen der privaten Altersvorsorge und mehr als ein Viertel innerhalb der betrieblichen Variante.
Beim privaten Sparen sind Frauen jedoch eher für konservative Produkte zu gewinnen: Insgesamt 43 Prozent der vom DIA befragten Frauen setzen auf klassische Sparpläne und Versicherungen. Lediglich 14 Prozent legen auch in Wertpapieren und Fonds an. Sicherheit und Liquidität sind dabei am wichtigsten, Renditeziele eher zweitrangig.
Allerdings werden nur jüngere Frauen von den Entwicklungen profitieren. Derzeit verdienen Frauen in Deutschland 23 Prozent weniger als Männer, wobei der Unterschied im Osten geringer ist als im Westen. Laut DIA beträgt die daraus resultierende Rentenlücke zwischen den Geschlechtern momentan rund 1 Billion Euro zu Lasten der Frauen.
Quelle: boerseonline
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