Ob konkret entschieden oder der Trägheit geschuldet, Riester-Verträge sind für den Sparer unrentabel und es gibt gute Alternativen zur Altersvorsorge.
Beispielsweise einen Sparplan mit Indexfonds besparen. Dabei in 2-3 Indexfonds einzahlen, nichts anderes macht nämlich die fondsgebundene Riestervariante auch, damit gehen nur 0,5% pro Jahr für Verwaltungskosten weg. Es wird also nahezu alles angelegt und kein "Zwischenhändler" bedient sich an den Sparraten.
Seit rund zehn Jahren gibt es die freiwillige private Riester-Vorsorge, kurz Riester-Rente genannt. Inzwischen wurden 15 Millionen Verträge abgeschlossen, die jährlich mit mehr als 1 Mrd. Euro staatlich gefördert werden. Dennoch riestert bislang erst rund jeder dritte Förderberechtigte. Dabei ist private Vorsorge dringend nötig, wenn man den Lebensstandard im Alter nicht zu stark einschränken möchte. Denn mit den Rentenreformen der Vergangenheit wird das Versorgungsniveau schrittweise auf formal 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens gedrückt. Im Einzelfall kann der Unterschied sogar deutlich größer ausfallen.
Eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hat einmal den Blick ins Ausland gerichtet und ist dabei der Frage nachgegangen, wie es andere Länder schaffen, die Beteiligungsquote für freiwillige Vorsorgeformen zu erhöhen. Finanzielle Anreize allein reichen dabei nicht aus, ist ein Ergebnis der Studie. Auch würden "Nicht-Riesterer" oft von der zu großen Komplexität der Produkte und den intransparenten Kosten abgeschreckt - und nicht zuletzt von der eigenen Trägheit am Abschluss gehindert. Um die Teilnahmequote zu erhöhen, empfehlen die Autoren Elena Lausberg und Marco Habschick zusätzliche Anreizmechanismen, die auf der Verhaltensökonomie basieren - etwas, was in anderen Ländern bereits erfolgreich genutzt wird.
Was die Leser sagen
- (Kommentare 1-1 von 1)








