Die vor zehn Jahren gestartete Riester-Rente zur ergänzenden Altersvorsorge schneidet nach einer Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) enttäuschend ab. Die mit der Einführung verbundenen Erwartungen seien in keiner Weise erfüllt worden, so die Bilanz der DIW-Forscher. Sie legten dazu in Kooperation mit der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung am Mittwoch in Berlin eine aus ihrer Sicht "enttäuschende" Zwischenbilanz vor.
Riester-Produkte zeichnen sich durch schlechte Rendite, hohe Gebühren und intransparente Kalkulationsgrundlagen aus. Dennoch raten die Wissenschaftler nicht generell vom Abschluss ab, empfehlen aber fachkundige Beratung. Nötig sei zudem eine grundlegende Reform. "Riester-Produkte haben sich seit ihrer Einführung zuungunsten der Sparer entwickelt", kritisierte die DIW-Verbraucherpolitikexpertin Kornelia Hagen. Die Rendite sei "oft so schlecht wie beim Sparstrumpf".
Ohnehin kämpfen die Produkte derzeit mit einem Imageproblem: Im April war bekannt geworden, dass Tausende von Sparern unwissentlich zu wenig Beitrag eingezahlt hatten, woraufhin ihnen der Bund die staatlichen Zulagen strich. Inzwischen hat die Regierung Kulanzregeln erlassen, um den Schaden für Riester-Sparer zu begrenzen. Zudem verzweifeln viele Kunden an missverständlich formulierten Standmitteilungen der Anbieter.








