Der Artikel will sichere Häfen aufzeigen - und empfiehlt absurderweise Zertifikate von Banken, die auch untergehen können.
capital selbst: "Wichtig: Die Produkte sind Schuldverschreibungen von Finanzinstituten. Bei einem Bankencrash ist das Geld verloren."
Gerade in die Cobank hätte ich da nicht viel Vertrauen.
Man kann doch direkt Anleihen vom Königreich Norwegen oder Schweden kaufen!!!!!!
"Wir haben leider nichts mehr vorrätig." Diesen Satz hörten Kunden zuletzt häufig, die bei ihren Geldinstituten Schweizer Franken oder norwegische Kronen kaufen wollten. Die Reisebank meldete sogar eine nie dagewesene Nachfrage nach bestimmten Sorten. "Die Kunden tauschen ihre Euro momentan in alle Währungen, die ihnen sicherer vorkommen als der Euro", sagt Christof Wilms, Chefhändler der Reisebank.
Allerdings ist der Bargeldumtausch nur eine Möglichkeit, sein Geld in einer anderen Währung anzulegen – und keine besonders gute. Bekommen Anleger doch keine Zinsen, zahlen hohe Gebühren und müssen das Geld verwahren. Zu Hause droht bei einem Einbruch Diebstahlgefahr, ein Bankschließfach ist nicht gratis.
Mit Fremdwährungskonten können sie diese Nachteile teils umgehen. Institute wie die Deutsche Bank, Commerzbank oder Unicredit bieten diese Konten an. Das Prinzip ist einfach: Anleger tauschen einen Teil ihrer Ersparnisse in eine andere Devise.
Steigt der Kurs zum Euro, profitiert der Kontoinhaber. Umgekehrt macht er Verluste. Zinsen gibt es keine. Die Angebote richten sich daher vorwiegend an Kunden, die ein Verrechnungskonto für Transaktionen im Ausland brauchen oder Wertpapiergeschäfte in Devisen abwickeln.
Besser geeignet für Anleger, die sich um den Euro sorgen und ihr Vermögen auf verschiedene Valuten diversifizieren wollen, sind daher Anlagekonten in ausländischer Währung. Hier erhalten die Kontoinhaber in der Regel Zinsen, dafür ist die Nutzung für den Zahlungsverkehr und für den Wertpapierhandel häufig nicht oder nur eingeschränkt möglich. Das Angebot ist aber bescheiden: Nur Comdirect Bank, DA B Bank, Maxblue und die dänische Sydbank offerieren verzinste Anlagekonten für Privatanleger – und das auch nur für einige Devisen. Die DAB Bank hat vier Valuten, Maxblue sieben, die Sydbank neun und Comdirect elf Währungen zur Auswahl.
Die laufenden Erträge richten sich nach dem Zinsniveau des jeweiligen Landes. Da es in den meisten Staaten nicht viel höher ist als im Euro-Raum, halten sich die Kupons in Grenzen. Bei der Sydbank etwa gibt es für eine einjährige Anlage in norwegischen Kronen 2,70 Prozent. Nur bei Hochzinsdevisen wie australischem Dollar, südafrikanischem Rand, polnischem Zloty oder türkischer Lira ist etwas mehr drin. Bei kürzerer Laufzeit oder täglicher Verfügbarkeit sinken die Zinsen teilweise erheblich. Anleger sollten sich auch darüber im Klaren sein, dass die Anlagen hohe Verluste mit sich bringen können, wenn die Währungen gegenüber dem Euro abwerten. Zudem gibt es zum Teil Mindestanlagesummen. Die Sydbank etwa nimmt Gelder erst ab 25 000 Euro an.

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