Rabatt. „Die wichtigste Kennzahl bei der Auswahl des passenden Zertifikats ist die Höhe des Discounts“, sagt Heiko Weyand, Derivateexperte bei HSBC Trinkaus&Burkhardt. Diese Kennzahl zeigt, wie stark der Basiswert – eine Aktie oder ein Index – fallen darf, bis Anleger Verluste machen. Beträgt der Rabatt beispielsweise zehn Prozent, erzielen Anleger bei einem Rückgang des Basiswerts um fünf Prozent zur Fälligkeit immer noch ein Plus in gleicher Höhe. Schließlich haben sie ja beim Kauf fünf Prozent weniger bezahlt, als die Aktie dann wert ist. Nach oben wird der Gewinn jedoch durch einen Höchstbetrag – den Cap – begrenzt. Mehr erhalten Anleger nicht, selbst wenn die Aktie oder der Index darüber notieren. Entscheidend dabei ist der Kurs des Basiswerts am Laufzeitende.
Sicherheit. Einen konservativeren Ansatz bieten Deep-Discount-Zertifikate. So bezeichnen Fachleute Papiere mit einem Rabatt von 20 bis 30 Prozent. Die Sicherheit bei Kursrückschlägen ist bei ihnen besonders hoch, der Ertrag aber entsprechend niedriger. „Deep-Discounter werden meist von sehr defensiven Investoren eingesetzt“, sagt Weyand. Als Basiswert eignen sich Blue-Chip-Indizes wie der Dax oder der EuroStoxx50, da hier das Risiko auf eine Vielzahl von Aktien verteilt ist. Im Vergleich zu sicheren Festgeldanlagen sind ihre Ertragschancen attraktiver.
Gefahr. Bei einer schweren Aktienbaisse müssen Anleger im Gegensatz zum Festgeld bei Discountzertifikaten allerdings mit Verlusten rechnen. Steuerlich bieten die Papiere gegenüber Zinsanlagen bis Ende 2007 dafür einen Vorteil: Nach mehr als zwölf Monaten Haltedauer sind ihre Kursgewinne steuerfrei.
Klassiker. Chancenreicher und eher mit Aktien-anlagen vergleichbar sind Papiere mit niedrigem Discount oder mit einzelnen Aktien als Basiswert. Ihr Verlustpuffer ist geringer als bei Deep-Discountern. Dafür bieten diese Zertifikate jedoch attraktive Rendite-chancen von 20 Prozent und mehr.
Discountzertifikate: Mit größerem Sicherheitspuffer – aber begrenzten Chancen
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