Das zeigt eine am Dienstag veröffentlichte repräsentative Befragung im Auftrag des unabhängigen Vermögensverwalters Packenius, Mademann und Partner (PMP). Jeder zweite würde der Umfrage zufolge Sachwerten den Vorzug gegenüber klassischen Investments wie Aktien, Anleihen oder Lebensversicherungen geben, wenn es um den Schutz des Vermögens geht.
"Die bei vielen Anlegern zu beobachtende Flucht in Sachwerte verläuft vor dem Hintergrund wieder wachsender Inflationssorgen nahezu lehrbuchmäßig", sagt PMP-Geschäftsführer Heiko Löschen. Ihn verwundere nicht, dass viele Bundesbürger auch Investments in Schmuck und Münzen als Alternative zu Wertpapieren und Versicherungspolicen ansehen. "Der Schutz des eigenen Vermögens ist damit aber noch nicht sichergestellt, da auch Investments in Sachwerte erhebliche Risiken beinhalten", betont der Vermögensverwalter.
Verlust der Flexibilität
Ein wesentliches Risiko sei der Verlust an Flexibilität bei der Geldanlage: So seien wertvolle Gemälde oder Autos unter Umständen nur schwer wieder zu verkaufen. Dieser Punkt gelte jedoch auch für klassische Sachwerte wie eine vermietete Immobilie. "Allein auf eine vermeintlich gute Lage eines Objekts zu vertrauen ist viel zu blauäugig", sagt Löschen.
Gerade unerfahrene Investoren unterschätzten den Instandhaltungsbedarf eines Mietshauses sowie den mit einem solchen Gebäude verbundenen Verwaltungsaufwand meistens deutlich, so Löschen. Der 1993 gegründete Vermögensverwalter PMP betreut die Depots von rund 1000 Privatkunden mit einem Anlagevolumen über 250.000 Euro.
Quelle: dpa
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