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02.09.2010
 CAPITAL-SERIE Interview der Woche

Die Macher der Finanzszene stellen sich den Fragen der capital.de-Redaktion


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Frank Ebach, Direktor bei der BHF-Bank
Frank Ebach, Direktor bei der BHF-Bank
Foto: Börse-Online/michael-jaeger.net
Investor-Artikel

Interview mit Frank Ebach

"Ruhe bewahren, aber nicht einschlafen"

von Jochen Mörsch

Zum befürchteten Double Dip kommt es nicht, glaubt Frank Ebach, Direktor bei der BHF-Bank. Der frühere Fußballer spricht über aussichtsreiche Aktien, spannende Währungsanleihen und Fallstricke beim Goldkauf.

Frank Ebach spielte bis zum Jahr 1985 in der A-Jugend des 1. FC Köln. Zu Zeiten Bodo Illgners absolvierte er das Abitur in der Domstadt und wohnte auch im Fußballinternat der Geißböcke, bis ihm der Arzt nach einer Verletzung die Rote Karte zeigte. Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann arbeitete Ebach mehr als zehn Jahre in leitender Position als Wertpapierspezialist bei der Commerzbank. Bevor er 2005 zum Direktor der BHF-Bank Köln für den Aufbau und die Entwicklung der rheinischen Niederlassung berufen wurde, war Ebach mehrere Jahre in der Frankfurter Zentrale der Privatbank als Abteilungsleiter tätig. Für sein Fußballherz gehören Fairness und Flexibilität - gepaart mit professionellem Taktieren - zu den qualitativen Werten eines erfolgreichen Private Bankings.

Herr Ebach, Sie haben einige Jahre auf hohem Niveau Fußball gespielt. Was kann ein Anleger von einem Profifußballer lernen?

Anleger können lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen. Das brauchen Fußballer, denn vor dem Tor etwa heißt es Ruhe bewahren. Aber auch der Antrieb sollte stimmen - es bringt viel, schnell und dynamisch vors Tor zu kommen.

Das hört sich wie ein Widerspruch an: Sollen Investoren in der aktuellen Situation besser schnell und dynamisch sein - oder lieber Ruhe bewahren?

Es kommt auf beides an. Die Dynamik gilt vor allem für die Auswahl der Einzeltitel, das Stockpicking. Denn wenn man auf die Märkte schaut, war mit Aktien in diesem Jahr scheinbar noch nicht viel zu verdienen. Der DAX ist zum Jahresbeginn mit knapp 6000 Punkten gestartet und scheint sich derzeit um diese Marke einzupendeln. Und doch gab es hervorragende Gelegenheiten: Exportwerte und Autozulieferer wie Conti brachten Anlegern hohe Gewinne. Mit Versorgeraktien haben Investoren dagegen Geld verloren.

Und bei welchen Aktien sollten Anleger derzeit dynamisch sein?

Uns gefallen die Maschinenbauer gut, Werte wie Kuka oder Krones. Allerdings sollten sich Privatanleger bewusst sein, dass sie sich in Turnaround-Situationen befinden. VW-Vorzüge haben wir auch gekauft und Bayer. Die Aktie hat noch Aufholpotenzial - sie blieb seit dem Jahresanfang weit hinter dem DAX zurück.


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Quelle: FMH-Finanzberatung
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 Quelle: vwd netsolutions GmbH
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