„Inmitten der Finanzkrise geht es vielen Investoren nicht mehr um Renditen, sondern um die Sicherheit ihrer Anlagen“, sagt Finanzexperte Niels Nauhauser von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg. Und sicher sind die Papiere, die der deutsche Staat anbietet: Von allen Ratingagenturen erhalten sie die Höchstnote, einen vertrauenswürdigeren Schuldner als den Bund gibt es nicht.
Die hohe Qualität der Papiere führt gerade in Krisenzeiten zu einer verstärkten Nachfrage. Folge: Die Renditen für Bundesanleihen sinken in den Keller. Zweijährige Bundesbonds zum Beispiel bringen derzeit lediglich rund 3,5 Prozent Rendite, zweijährige Finanzierungsschätze verzinsen aktuell sogar nur mit 3,15 Prozent. „Man muss sich darüber im Klaren sein, dass unter Berücksichtigung von Steuern und Inflation unterm Strich kaum ein Zugewinn bleibt“, sagt Nauhauser. Aus seiner Sicht ist unter den Bundespapieren die Tagesanleihe vorzuziehen. Die Verzinsung des tagesgeldähnlichen Wertpapiers (Isin DE0001030070) orientiert sich am Geldmarktzins Eonia und bietet aktuell 3,88 Prozent Zinsen. Anleger können täglich über ihr Geld verfügen.
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