Das Geschäftsprinzip der Beteiligungsgesellschaft ist einfach und erfolgreich zugleich: Arques kauft sanierungsreife Firmen, restrukturiert diese und führt sie entweder fort oder verkauft sie mit Gewinn weiter.
Ein wahres News-Feuerwerk zündete das Unternehmen Mitte Oktober. Innerhalb weniger Tage gab der S-Dax-Wert drei Übernahmen und einen Börsengang bekannt. Der neueste Deal der Starnberger ist die Übernahme eines 78-prozentigen Anteils an der im Geregelten Markt notierten Tiscon. Der Full-Service-Provider erzielte im Jahr 2004 bei einem konsolidierten Umsatz von 8,2 Millionen Euro einen Jahresfehlbetrag von 1,3 Millionen Euro. Arques will die Gesellschaft bereits im kommenden Jahr operativ zurück in die Gewinnzone führen.
Dass das Unternehmen das Sanierungsgeschäft versteht, belegen die jüngsten Zahlen eindrucksvoll. Erst in der vergangenen Woche gab es deutlich über den Prognosen liegende Umsatz- und Gewinnzahlen. So stiegen die Erlöse in den ersten drei Quartalen um 337 Prozent auf 284 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen (EBIT) um 420 Prozent auf 16 Millionen Euro. Damit untermauert Arques seine bisherige Kursentwicklung. Seit Jahresbeginn hat sich der Aktienkurs mehr als verdoppelt. Ein Ende des Aufwärtstrends ist aber noch nicht in Sicht.
Nach einem Umsatz von 130 Millionen Euro im Jahr 2004 schätzt Peter-Thilo Hasler, Analyst der HVB, den Erlös in diesem Jahr bereits auf 420 Millionen Euro, für 2006 ist durchaus der Sprung über Milliardengrenze möglich. Für das laufende Jahr rechnet Hasler mit einem Gewinn je Aktie von rund 20 Euro je Aktie. Damit ist der Wert mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von knapp sieben trotz optisch hoher Kurse günstig bewertet.
Fantasie erhält die
Aktie nicht nur durch den geplanten Börsengang der Tochter Circel, sondern auch durch einen möglichen Aufstieg in den M-Dax. Spekulative Anleger kaufen auf aktuellem Niveau. Ein Stoppkurs empfiehlt sich im Bereich um 115 Euro.
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