Krisensymptome. Angesichts der aktuellen Entwicklung warnt Professor Karlheinz Küting vom Institut für Wirtschaftsprüfung an der Universität des Saarlands: „Die Ertrags- und Liquiditätssituation ist katastrophal “, sagt der Bilanzexperte. „Wenn sich nicht grundlegend etwas ändert, erfolgt kurzfristig das finanzielle Aus. “Es sei nur eine Frage der Zeit, „wann der BVB illiquide ist “. BVB-Geschäftsführer Michael Meier hält solche Vorwürfe für unbegründet. „Es geht ums wirtschaftliche Überleben “, sagt Großaktionär Florian Homm und will im Notfall selbst mit Barem einspringen: „Im Falle einer möglichen Illiquidität ist Geld vorhanden – aber nur unter härtesten Bedingungen. “
Dauersorgen. Experten kritisieren, dass das Unternehmen viel zu hohe Fixkosten mit sich herumschleppt. Dazu belasten die Leasingraten in Höhe von rund 15 Millionen Euro jährlich, die der Club für das Westfalenstadion aufbringen muss. Vor allem braucht der Verein dringend frisches Geld – etwa über eine Anleihe oder durch eine erneute Kapitalerhöhung. Zu allem Überfluss droht ein neues Finanzrisiko in Höhe von 20 Millionen Euro. Dieser Betrag wird Ende Juni fällig, wenn der BVB die verpfändeten Rechte am Namen oder am Vereinslogo behalten will. Der Club hatte im Jahr 2000 die Rechte als Pfand für ein Leasinggeschäft mit dem Gerling-Konzern abgetreten. Ein Gerling-Manager: Wir verlangen mehr Transparenz im BVB-Zahlenwerk. “ Homm stört das wenig: „Ich sage denen: Schnappt euch das Logo – kein Problem. Dann heißt der Verein künftig eben FC Dortmund. “
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