Euro/Dollar

Höchststand seit März 2005

Der Immobilienwiederverkauf in den Vereinigten Staaten ist im Februar um 3,9 Prozent auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen und gibt somit dem Immobiliensektor wieder etwas Farbe zurück, die er aufgrund der Hypothekarkrise verloren hatte. Dies hat auch dem Dollar wieder etwas Schwung verliehen, nachdem er auf 1.3400, dem tiefsten Stand seit März 2005, gefallen ist.

Gleichzeitig hat aber die Zunahme der politischen Spannungen im Mittleren Osten den Ölpreis in die Höhe getrieben; dieser notiert nun auf dem höchsten Stand seit Jahresbeginn bei 62 Dollar pro Fass und übt so wiederum Druck auf den Dollarkurs aus. Der Greenback leidet auch unter der Entscheidung der amerikanischen Federal Reserve, zum sechsten Mal in Folge den Leitzins unverändert bei 5,25 Prozent zu belassen und den im letzten Communiqué veröffentlichten Paragraphen für eine eventuelle Verkleinerung der Geldmenge zu streichen. Die Vorsicht scheint also eingekehrt zu sein in die künftige monetäre Politik jenseits des Atlantiks; die nächsten Eingriffe der Verantwortlichen sowie die Veröffentlichung des PCE Index diese Woche werden uns mehr Aufschluss darüber geben.



Der Schweizer Franken - wie übrigens auch der Yen - wird immer noch von den Carry-Trades belastet, obwohl die Schweizerische Nationalbank (SNB) davon ausgeht, dass ihre aktuelle Leitzinshöhe noch nicht auf einem neutralen Niveau sei. In Japan schüren Statistiken wie z.B. das erste Hoch des Immobilienpreises seit über 16 Jahren Hoffnungen auf eine Leitzinserhöhung. Die aktuelle Situation in Japan gleicht sonderbarerweise jener, die in den 90er-Jahren die spekulative Blase ausgelöst hatte. Die stark restrikive Geldpolitik anno dazumal hatte zur Folge, dass sich der Yen entwertet hatte als die Blase im Immobilienmarkt geplatzt ist. Bekanntermassen fiel dann der Yen gegenüber dem US-Dollar zwischen 1990 und 1995 von 160 auf 80. Allerdings könnte der Yen kurzfristig unter dem Ende der steuerpolitisch bevorzugten Kapitalrückführungen leiden. Trotz allem würde uns ein baldiges Ende der Carry-Trade-Positionen nicht überraschen.

Vom technischen Standpunkt aus gesehen nähert sich der Euro/Dollar unserem Ziel von 1,3671 oder 1,3866. Allerdings würde er viel Kraft benötigen, um den Widerstand bei 1,3400-20 zu durchbrechen. Die Unterstützungszone befindet sich um 1,3160-90. Ein Durchbruch bei 1,3060-1,3110 jedoch würde dieses Szenario in Frage stellen. Der USD/CHF hat es immer noch nicht geschafft, die Unterstützungszone bei 1,2100-50 zu brechen, aber dies bleibt eigentlich nur noch eine Frage der Zeit. Er sollte voraussichtlich zuerst den Widerstand um 1,2300-30 testen, um danach unter 1,2000 abzusacken. Vom USD/JPY wird erwartet, dass er ein Hoch von 118,80 oder sogar 119,60 erreichen, schlussendlich dann aber die Unterstützung bei 116,25 testen wird.

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27.03.2007
von Kaspar Danzeisen, Realtime Forex

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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