Die Aussichten erscheinen düster. Noch zahlen 26 Millionen Deutsche in die Rentenkasse ein - doch ihre Zahl wird immer kleiner. Während heute noch zwei Beitragszahler für einen Rentner sorgen, muss in 25 Jahren ein Arbeitnehmer für einen Pensionär aufkommen. Die Folgen liegen auf der Hand: Zusätzlich zu den bereits beschlossenen Senkungen des Die Aussichten erscheinen düster. Noch zahlen 26 Millionen Deutsche in die Rentenkasse ein - doch ihre Zahl wird immer kleiner. Während heute noch zwei Beitragszahler für einen Rentner sorgen, muss in 25 Jahren ein Arbeitnehmer für einen Pensionär aufkommen. Die Folgen liegen auf der Hand: Zusätzlich zu den bereits beschlossenen Senkungen des nach Familienstand und Einkommen - mit einem Zuschuss. Wermutstropfen: Weil die Fondsanbieter zum Laufzeitende den Erhalt des eingesetzten Kapitals garantieren müssen, sind die Gesellschaften in ihrer Investmentpolitik eingeschränkt. Bei langer Restlaufzeit investieren die Institute zwar den Großteil des Kapitals zunächst in breit streuende Aktienfonds, schichten aber frühzeitig in sichere Rentenfonds um. Der Vorteil: Verluste sind ausgeschlossen.
Ein Investment in die Produkte ist sinnvoll.
So brachte etwa die Uni Profi-Rente
seit 2002 bei einem 35-jährigen Verheirateten
mit zwei Kindern eine jährliche
Rendite von bisher 11,1 Prozent. Kein
Wunder, dass das Interesse nach gro ßen Startschwierigkeiten stark zunimmt.
So stieg die Gesamtzahl der Riester-
Fondssparpläne in den vergangenen
zwölf Monaten von 380 000 auf knapp
eine Million. Manche Anbieter nutzen
dabei nur zwei Fonds, andere setzen
einen
größeren Teil ihrer Produktpalette
ein.
„Anleger sollten sich aber nicht allein
auf die Riester-Rente verlassen. Weitere
Vorsorge ist dringend geboten“,
sagt Zschaber. Der Königsweg bleiben
Fondssparpläne. Ihr Vorteil: Die Investoren
entscheiden selbst, welche Titel
sie präferieren. Zudem können sie die gewählten
Fonds jederzeit austauschen. Mit
regelmäßigen monatlichen Zahlungen
verhalten sich Privatanleger wie abgebrühte
Börsenprofis: Sie kaufen mehr
Fondsanteile, wenn die Notierungen an
der Börse fallen, und weniger, wenn die
Aktienkurse steigen. Eine antizyklische
Investmentstrategie, die langfristig großen
Erfolg verspricht.
Clevere Anleger vermeiden zudem die
bei Sparplänen üblichen Gebühren: So
bieten Discountbroker wie Consors oder
die DAB-Bank Fonds mit ermäßigtem
Ausgabeaufschlag an. Noch attraktiver
sind Fondssupermärkte wie AVL,
Infos.com, oder Dima 24. Hier zahlen
Anleger meist überhaupt keinen
Ausgabeaufschlag.
Als Daumenregel für die Auswahl gilt: Je
länger der Zeitraum für die Vorsorge, desto
höher sollte die Aktienquote ausfallen.
Denn wer mehr als zehn Jahre regelmäßig
in überdurchschnittlich gute
weltweite Aktienfonds investiert,
geht so gut wie kein Verlustrisiko ein.
Zudem macht sich ein Paradigmenwechsel
breit: „Galt bislang die Empfehlung,
spätestens beim Renteneintritt mit 65
Jahren aus dem Aktienmarkt auszusteigen,
sollten Anleger wegen der höheren
Lebenserwartung länger in Aktien investieren“,
sagt Klaus-Jürgen Baum,
Deutschland-Geschäftsführer der Fondsgesellschaft
Fidelity.
Am besten eignen sich als Basisanlage
Aktienfonds, die welt- oder europaweit
investieren. Diese Produkte bieten gute
Ertragschancen, weil sie aus einem großen
Aktienuniversum schöpfen und
auch die Risiken breit streuen. Empfehlenswert
sind Fonds, die über lange Zeiträume dauerhaft gute Ergebnisse erzielten
und einen klaren Investmentstil
verfolgen.
Nicht vergessen sollten Anleger
bei der Fondsauswahl die aufstrebenden
Schwellenländer, auch Emerging
Markets genannt. Viele dieser Staaten
brillieren mit hohen Wachstumsraten.
Da die Gewinne der Unternehmen
stark steigen, die Aktien aber noch
günstig sind, bestehen an diesen Börsen
noch große Gewinnchancen.
Wer über viele Jahre spart, kann auch mit
Fonds auf die Trends von morgen setzen.
„Zukunftsthemen wie Wasserversorgung
oder Klimaschutz bieten langfristig gute
Gewinnchancen“, sagt Oliver Plein, Produktmanager
für Aktien und Rohstoffe
bei der Fondsgesellschaft DWS. Anleger
sollten diese etwas riskanteren Produkte
allerdings nur beimischen.
Eine Alternative zu klassischen Sparplänen
sind sogenannte Target-Fonds. Anleger
investieren mit diesen Produkten in
einen Fonds mit fester Laufzeit. Dieser
verfolgt ein Lebenszyklusmodell und variiert
je nach Spardauer den Anteil von
Aktien und Anleihen. Seit Jahren bietet
Fidelity solche aktiv gemanagten Produkte
für den US-Markt an - jetzt auch
in Deutschland.
Auch hiesige Anbieter offerieren vergleichbare
Fonds. Einen etwas anderen
Weg bestreitet ABN Amro mit seinen
Target Click Funds. Sie garantieren die
Rückzahlung des eingezahlten Kapitals.
„Wir wollen Anlegern Planungssicherheit
geben, damit sie ihre Ziele realisieren
können“, sagt Michael Geier, Geschäftsführer
für das Publikumsgeschäft von
ABN Amro in Deutschland. Allerdings
bezieht sich die Garantie auf den Nomi-
nalbetrag, berücksichtigt also nicht die
Inflation. Zusätzlich werden erzielte
Kursgewinne laufend abgesichert und
dem Anleger zum Laufzeitende gutgeschrieben.
Im Gegensatz zum Fidelity-
Konzept arbeitet ABN Amro mit einem
Ansatz, bei dem die Aktienquote automatisch
angepasst wird.
Der Markt für Altersvorsorge mit
Fonds wird in den nächsten Jahren
weiter wachsen. So sind spezielle Multi-
Asset-Produkte in Planung, die alle
Vermögensklassen wie Aktien, Anleihen,
Hedgefonds oder Rohstoffe berücksichtigen.
Weiterer Trend: „Die Fonds- und
Zertifikatewelt verschmilzt immer stärker.
In Zukunft werden häufiger Zertifikate
in Fonds für die Altersvorsorge verwendet“,
sagt Önder Ciftci, der bei ABN
Amro das Zertifikategeschäft verantwortet.
Einige Fondsgesellschaften denken
zudem über spezielle Rürup-Fondsprodukte
nach. Anlegern bleiben also genügend
Möglichkeiten, um die negativen
Auswirkungen der demografischen Entwicklung
auf den eigenen Geldbeutel zu
reduzieren.
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