Geschlossenen Fonds sind transparent und nachweislich rentabel.
Weit über 90 Prozent der Anlagen in geschlossene Fonds sind rentabel. Allein bei Schiffsfonds gab es bei 92,5 Prozent der geschlossenen Fonds einen Vermögenszuwachs (Quelle: Die Performance historischer Schifffonds – Edition 2010 von FondsMedia).
Bei Immobilienfonds ab dem Jahr 2000 haben 97,4 Prozent der Fonds einen Vermögenszuwachs verzeichnet. Der durchschnittliche jährliche Vermögenszuwachs pro Fonds eines Anlegers liegt hier bei 9,1 Prozent (Quelle: Die Performance historischer Immobilienfonds – Edition 2010 von FondsMedia).
Zweitmarktkurse geschlossener Fonds nehmen in der Regel mit steigender Fondslaufzeit ab. Grund hierfür ist, dass über den Zeitverlauf bereits Ausschüttungen erfolgt sind und der Barwert der zukünftigen Zahlungen damit geringer ist.
Die im VGF Verband Geschlossene Fonds organisierten Anbieter haben sich zu Transparenz und Offenheit verpflichtet. Jährlich wird z.B. eine Leistungsbilanz nach VGF Standard vorgelegt, die Erstellung eines Wirtschaftsprüfer-Gutachten (IDW S 4) ist Pflicht für jeden neu aufgelegten Fonds. Der Anschluss an die Ombudsstelle Geschlossene Fonds ist ebenso verpflichtend für jedes Verbandsmitglied. Mit der Konstituierung der Schlichtungsstelle im März 2008 ist der VGF Vorreiter für andere Finanzprodukte. Für den Bereich der offenen Fonds ist beispielsweise bisher keine entsprechende Anlaufstelle für Anleger eingerichtet worden.
Die Mitglieder des VGF verwalten ein Investitionsvolumen von rund 165 Mrd. Euro. Bezogen auf den Gesamtmarkt in Deutschland mit einem verwalteten Fondsvolumen von 198 Mrd. Euro repräsentiert der VGF damit mehr als 80 Prozent des Marktes geschlossener Fonds. Das bedeutet, dass ein Großteil der wichtigsten Emissionshäuser seriös und transparent arbeitet.
Carlo Friedrichs ist sauer. 15 Jahre lang verdiente er prächtig mit geschlossenen Schiffsfonds: Bis zu 20 Prozent Rendite jährlich. Dann die Wirtschaftskrise. "Seine" jüngsten Schiffe gingen unter, mehr oder weniger. "Beide Containerschiffe waren ohne Chartervertrag, brachten nichts ein, kosteten aber jede Menge Geld", klagt der pensionierte Manager.
Um die Unterhaltskosten zu bezahlen, baten die Emissionshäuser die Anleger zur Kasse. Friedrichs schoss Geld nach, musste sogar seine Ausschüttungen zurückzahlen. Und schwor: nie wieder.
Das ist fast zwei Jahre her. Die Schiffe fahren wieder. Und verdienen, wenn auch wenig. Nur der Mann aus dem Ruhrgebiet hat nach wie vor ein Problem: Wohin mit seinem Geld? "Aktien sind riskant - und Staatsanleihen auch", so Friedrichs. Sechs Prozent Rendite hätte er schon gern. Also doch wieder ein geschlossener Fonds? "Vielleicht was mit alternativen Energien. Da gibt es viele Angebote", so der Pensionär.
20 sogenannte Energiefonds sind derzeit in der Platzierung, sammeln also Geld bei den Anlegern ein. Sie sind, zusammen mit den deutschen Immobilienfonds, die Hoffnungsträger der Branche. Die Anbieter geschlossener Fonds brauchen dringend neue Verkaufsschlager. Viele Schiffsfonds, die Megaseller früherer Jahre, stecken weiter in der Krise. Doch auch bei den grünen Produkten fangen jetzt die Schwierigkeiten an, die Politik kürzt die Subventionen. Und die Inlandsimmobilie wird langsam zur Mangelware.
Der Markt bleibt undurchsichtig, Anleger sind verunsichert. Orientierung bei der Auswahl von Produkten und Fondsinitiatoren bietet die von Feri Eurorating Services und Capital vergebene Auszeichnung. Feri-Vorstandssprecher Helmut Knepel sieht sie als "Qualitätssiegel" für Anbieter, die im vergangenen Jahr "besonders attraktive" Fonds aufgelegt haben. Doch auch die kommen an den strukturellen Problemen nicht vorbei.
Bestes Beispiel: die Investments mit Nachhaltigkeitsattitüde. Fotovoltaik, Windenergie, Biomasse, Solarthermie - alles sauber, emissionsarm und korrekt - die Fonds avancierten 2010 zu den neuen Investorenlieblingen. Allen voran Solarfonds. Rund 921 Mio. Euro vertrauten Anleger den Initiatoren an. Laut Studie der Ratingagentur Feri eine knappe Verdopplung gegenüber 2009. Aber das war letztes Jahr.
Jetzt schiebt sich ein Schatten über die Fotovoltaikmärkte. Steffen Möller, Chefanalyst beim Analysehaus Scope, hält in diesem Jahr einen "erheblichen Markteinbruch für unausweichlich". Bei einem Teil der potenziellen Fondskonzepte sei die Rentabilität nicht mehr gegeben.
Blind-Pools sind out
Der Schatten hat einen Namen: Einspeisevergütung. Bislang der Garant für sichere Einnahmeströme und kalkulierbare Renditen. Jetzt kürzen die Regierungen unter Sparzwang die Einspeisevergütungen in Deutschland, Spanien, Frankreich und Italien - den wichtigsten Märkten für Solarstrom. In Spanien wird die Vergütung für Sonnenstrom sogar rückwirkend reduziert, der iberische Markt ist damit schwer angeschlagen.
Und nicht nur der. Denn die Fonds standen vor allem für Berechenbarkeit. Sogenannte Blind-Pool-Konstruktionen, bei denen erst Geld gesammelt und später entschieden wird, wo man es investiert, werden es schwer haben, sagt Möller. "Anleger wollen künftig über die geplanten Standorte und das politische Umfeld vorab genau informiert werden."
Beim Fotovoltaik-Branchenprimus Voigt & Kollegen sieht man die Entwicklung entspannt. Obwohl in fast jedem der 22 bisher platzierten Fonds "irgendwo eine spanische Anlage" dabei ist. "Wir haben vierprozentige Sicherheitsabschläge einkalkuliert", sagt Hermann Klughardt, Geschäftsführer von Voigt & Kollegen. "Damit müssen wir nicht mal die laufenden Ausschüttungen kürzen." Mit 7,5 bis acht Prozent können Anleger weiter rechnen. Auch bei Fonds Nummer 23. Der ist in Vorbereitung, in Italien. Das Anlageobjekt ist bekannt, schon am Netz und genießt so Bestandsschutz.
Wie die Energiefonds verkauften sich 2010 auch Inlandsimmobilienfonds bestens. Der im Vergleich zu anderen europäischen Ländern wenig volatile deutsche Büromarkt zieht immer mehr Investoren an, auch aus dem Ausland. Laut Immobilienberatung Jones Lang LaSalle (JLL) buhlen heute um die besten Objekte schon ein Drittel Ausländer mit - 2009 waren es nur zehn Prozent. "Das treibt die Preise und reduziert das Angebot", sagt Andreas Heibrock, Mitglied der Geschäftsführung bei Real I.S.
Auszeichnung: Die besten Anbieter 2010 |
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Aus der Vielzahl an Initiatoren für geschlossene Fonds filterte Feri Eurorating Services für die wichtigsten Anlageklassen die Topanbieter heraus. Sie überzeugen durch gute Produkte und langjährige Erfahrung. |
Anlageklassen Die Ratingagentur Feri Eurorating Services und Capital zeichnen die besten Initiatoren im Bereich der geschlossenen Fonds aus, und zwar in acht Kategorien: Inlands- und Auslandsimmobilien, Flugzeuge, Private Equity, neue Energien, Schiffe sowie die Kategorie "alternative Schiffe". Bei diesen Fondskonzepten investieren Anleger nicht direkt in Schiffe, sondern etwa in die Anteile bereits aufgelegter Fonds, die am Zweitmarkt gehandelt werden. Rubrik Nummer acht sind sogenannte Spezialitätenfonds; dazu gehören unter anderen Investments in Lokomotiven, Container, Flugzeugturbinen oder den Bereich Agrar- und Landwirtschaft. |
Methodik Der beste Initiator in der jeweiligen Anlagekategorie wird nach einem unabhängigen, objektiven und nachprüfbaren Bewertungsverfahren ermittelt. Dabei stehen Qualität und Kontinuität der Initiatoren im Vordergrund. Der Anbieter muss 2010 und zumindest auch 2009 oder 2008 einen Fonds in der entsprechenden Kategorie aufgelegt haben. Alle Fonds, die diese Voraussetzung erfüllen, werden nach quantitativen und qualitativen Kriterien bewertet. |
Auswahl Die drei Initiatoren mit dem besten Ergebnis der jeweiligen Anlageklasse kommen in die engere Auswahl für den Award. Zur Ermittlung des Gesamtsiegers werden diese Anbieter einer weiteren qualitativen Prüfung unterzogen. Kriterien hierbei sind unter anderen die Leistungsbilanz und die Asset-Management-Kompetenz. Die nachfolgende Tabelle zeigt die jeweils beste Gesellschaft 2010. |
Anlageklasse |
Top-Initiator 2010 |
Telefon |
Internet |
|---|---|---|---|
Immobilien national |
DFH Deutsche Fonds Holding |
0711/3265300 |
|
Immobilien international |
Real I.S. |
089/4890820 |
|
Schiffe |
Conti Unternehmensgruppe |
089/4565500 |
|
Schiffe alternativ |
Lloyd Fonds |
040/3256780 |
|
Flugzeuge |
Dr. Peters |
0231/5571730 |
|
New Energy |
Voigt & Collegen |
0211/30206040 |
|
Private Equity |
Wealthcap |
089/6782050 |
|
Spezialitäten |
LHI Leasing |
089/51200 |
Quelle: Feri Eurorating Services

Was die Leser sagen
Geschlossene Fonds sind ein hochrentable Anlage und zwar für den Vermittler, den Initiator, den Treuhänder, und wie die Vertreter und Profiteure auf Anbieterseite auch sonst immer heißen mögen. Der Anleger hingegen ist regelmäßig der Geneppte. Ihm werden Objekte untergejubelt, die ihren Preis nicht wert sind und zum Teil auf normalem Wege völlig unverkäuflich wären. Auf die regelmäßig völlig überzogenen Kaufpreise werden erfindungsreich üppige Provisionen aller Art aufgeschlagen. Was für einen Schund er da erstanden hat, merkt der Geschädigte erst Jahre und Jahrzehnte später. Dann nämlich, wenn dem Fonds auf einmal das Geld ausgeht oder aber, wenn sich Auflösung des Fonds herausstellt, dass noch nicht einmal das anfangs nominal gezahlte Entgelt wieder erlöst werden konnte. Darum die dringende Empfehlung: Wer Geld vernichten will, der soll es lieber versaufen oder verspielen. Das Resultat ist das gleiche wie bei der Anlage in geschlossenen Fonds, nur der Lustfaktor ist größer!
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