Das gilt selbst nach der Börsenerholung seit dem Frühjahr 2009, die einen Teil der Kursverluste aus der Finanzkrise wettgemacht hat: Nach Zahlen des Branchenverbands BVI weisen internationale Aktienfonds auf Sicht von zehn und 20 Jahren im Schnitt eine geringe Rendite auf als entsprechende Anleihefonds. Der BVI berechnete die Daten per Ende Juni 2010.
Konkret zeigt der Vergleich: Globale Aktienfonds verlieren auf Zehnjahressicht jährlich 1,6 Prozent, während Anleihefonds pro Jahr 3,6 Prozent zulegen. In 20 Jahren kommen die Aktienprodukte auf eine jährliche Rendite von 5,1 Prozent und Fonds, die in Anleihen mit mittlerer Laufzeit investieren, auf 5,8 Prozent. Erst auf Sicht von 30 Jahren liegen Aktienfonds mit einem jährlichen Plus von 7,8 Prozent klar vor Anleihefonds mit plus 6,9 Prozent. Für die Gesamtrendite bedeutet das: Aktien gewinnen imposante 859 Prozent, Anleihen steigern den Anlagewert um 644 Prozent. Noch besser schnitten über den langen Zeitraum Aktiendepots mit Deutschlandfokus ab.
Die Gegenüberstellung der Wertentwicklung verdeutlicht, dass Investoren in sehr langen Zeiträumen rechnen müssen, wenn sie mit Aktien für die Altersvorsorge sparen wollen. Dabei ist es üblich, dass Privatanleger den Aktienanteil in ihren Portfolios senken, je älter sie werden. Die Kurse von Dividendenpapieren schwanken stärker, weil Investoren in Krisenzeiten in weniger riskante Anlagen flüchten.
Über sehr kurze Zeiträume machen Aktien Verluste oftmals sehr schnell wieder wett. Auf Jahressicht gewannen internationale Aktienfonds rund 20 Prozent; internationale Rentenprodukte legten um zwölf Prozent zu.
Auffällig ist, dass im 20-Jahres-Vergleich Mischfonds mit ausgewogenem Anlagestil sowie offene Immobilienfonds ähnlich gut abschneiden wie internationale Aktienportfolios: Mischfonds kommen auf eine jährliche Rendite von 5,2 Prozent, offene Immobilienfonds erreichen genau fünf Prozent und Aktienportfolios 5,1 Prozent. Fonds, die in Unternehmensanleihen investieren, steigerten den Wert der Anlagen pro Jahr um 5,5 Prozent, Euro-Geldmarktfonds um 3,9 Prozent.
Quelle: ftd
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