Die Euphorie über die Chancen von Internetkonzernen wie Facebook und Twitter verhelfen einem seit dem Platzen der New-Economy-Blase in den Jahren 2000 bis 2003 eigentlich als ausgestorben geltenden Fondstyp zu einem Comeback: Investmentfonds für vorbörsliche Beteiligungen.
Nach Informationen der Financial Times hat ein entsprechender Fonds namens Keating Capital 86 Mio. Dollar bei Investoren eingesammelt. Er nimmt morgen den Handel auf. Bereits am Markt ist der 50 Mio. Dollar schwere Fonds GSV Capital.
Die Bewertungen etwa von Twitter oder Facebook sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen - der Kurznachrichtendienst Twitter ist derzeit rund 7 Mrd. Dollar, das soziale Netzwerk Facebook rund 70 Mrd. Dollar schwer. Zustande kommen diese Bewertungen dieser und Dutzender anderer noch nicht börsennotierten Internetfirmen durch den Handel auf außerbörslichen Plattformen und auf Basis von Anteilskäufen von Großinvestoren.
Kleinanleger bleiben außen vor, da in der Regel hohe Mindestanlagesummen für den außerbörslichen Handel erforderlich sind. Fonds für vorbörsliche Beteiligungen versuchen, diese Lücke durch Bündelung von Anlegergeldern zu schließen und einen Großteil der möglichen Kursgewinne schon im Vorfeld eines Börsengangs abzuschöpfen. Dies ging zwischen 1997 und 2000 vor dem Platzen der sogenannten Dotcom-Blase zwar gut - ab dem Jahr 2000 erlitten derartige Fonds allerdings dramatische Verluste und wurden meist liquidiert.
Quelle: ftd
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