Wer einen Immobiliendachfonds gekauft hat, kommt derzeit entweder gar nicht an sein Geld, oder er verbucht auf Jahressicht satte Verluste. Denn der Anteil offener Immobilienfonds in den Dachfonds ist verhältnismäßig hoch. Per Ende September steckten knapp 60 Prozent der insgesamt 3,1 Mrd. Euro Fondsvermögen in offenen Immobilienfonds. Mehr als die Hälfte dieses Geldes steckt in solchen Fonds, die derzeit keine Anteilscheine zurücknehmen oder aufgelöst werden.
Die Dachfondsmanager kommen nicht an ihr Geld und in der Folge auch deren Kunden nicht. Daher sind drei der 14 Produkte geschlossen, der Meag Global Real Lux (ISIN: LU0318587713) wird gar abgewickelt. "Der signifikant hohe Anteil des Fondsvermögens, der in eingefrorene Fonds investiert ist, könnte noch weitere Fondsschließungen bei Dachfonds zur Folge haben", warnt Sonja Knorr von der Ratingagentur Scope.
Wer in einen Dachfonds investiert ist, sollte die Anlage überdenken. "Sämtliche Fonds, die Renditekennziffern publizieren, weisen auf Jahressicht eine negative Performance aus", so Knorr. Zum 31. August lag die Rendite der offenen Immofonds laut Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) bei 1,1 Prozent. Das drückt die Rendite der Dachfonds. Der Stratego Grund steht mit einem Minus von 0,6 Prozent noch am besten da, das Schlusslicht bildet der DJE Real Estate (ISIN: LU0188853955) mit einem Minus von 8,3 Prozent.
Stratego Grund
ISIN |
DE000 A0ERSF 5 |
Gesellschaft |
LBB Invest |
Fondsvolumen |
344,96 Mio. € |
Agio |
5 % |
Rendite 1 Jahr |
-0,59 % |
Rendite 3 Jahre |
-1,79 % |
Rendite 5 Jahre |
7,36 % |
Anteilspreis |
27,70 € |
Stand: 30.11.2011; Quelle: Scope, Fondsweb
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