Seit Stiftungsfonds amerikanischer Universitäten in der Finanzkrise hohe Verluste erlitten haben, bleibt das Geld für neue Professoren aus. Besonders bitter: Auch die jahrelang gelobte breite Diversifikation in Aktien, Waldinvestments, Immobilien, Private Equity und Hedge-Fonds hat die Fonds nicht vor tiefroten Zahlen bewahrt.
Wer nun aber einen Bogen um alle Stiftungsprodukte macht, tut der Branche Unrecht: Die Stiftungsfonds im heimischen Anlegermarkt unterscheiden sich von den Pendants der US-Universitäten wie Tag und Nacht. Wenn hierzulande auf dem Etikett "Stiftung" steht, verbirgt sich dahinter in aller Regel ein konservativer Mischfonds, der das Geld überwiegend in festverzinslichen Wertpapieren anlegt. Nur zu einem kleineren Teil werden Risikopapiere gekauft. "Aktien sind eher eine Beigabe, also eine taktische und keine strategische Position", sagt Robert Helm, Geschäftsführer der Meag, der Kapitalanlagegesellschaft der Münchener Rück.
Der Meag Fair Return wurde Mitte 2009 für Stiftungen aufgelegt und hat eine Aktienquote von maximal zehn Prozent. Bislang gibt es das Produkt nur in einer Tranche, die für Stiftungen und andere institutionelle Anleger offen ist. Mitte März soll der Fonds auch in einer Tranche ohne Mindestanlagesumme auf den Markt kommen.
Die meisten Stiftungsfonds können von jedermann gekauft werden. Die Produkte richten sich zwar nicht in erster Linie an Privatanleger; da sie jedoch als Publikumsfonds aufgelegt sind, tauchen sie in allen Datenbanken auf und sind bei Direktbanken und Onlinebrokern in der Regel handelbar.
Einer der ältesten Stiftungsfonds am deutschen Markt ist der F&C HVB-Stiftungsfonds, der von der britischen Anlagefirma F&C Investments gemanagt wird. Der Fonds kommt auf Sicht von einem Jahr auf ein Plus von 10,9 Prozent. Damit zählt er unter den gemischten Produkten seiner Gattung zu den besseren Fonds.





















