Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gestattete im ersten Quartal diesen Jahres 68 neue geschlossene Fonds. Im Vergleichszeitraum 2008 waren es noch 113. Das gesamte geplante Platzierungsvolumen sank um 55 Prozent auf knapp 1,8 Milliarden Euro. Zudem wurden die Produkte im Durchschnitt kleiner.
Zu den Gewinnern zählen Immobilien- und New-Energy-Fonds. Sie blieben nahezu auf Vorjahresniveau. Mit 26 neuen Immobilienprodukten gingen doppelt so viele an den Start wie im ersten Quartal 2008. Sie sind mit 1,2 Milliarden Euro auch Spitzenreiter beim prospektierten Volumen. „Anleger wünschen sich Investments zum Anfassen mit stabilen Cash-Flows und wenig Risiko“, sagt Wolfgang Kubatzki, Leiter Real Estate beim Analysehaus Feri Euro Rating Services.
Die sieben neuen New-Energy-Produkte steigerten ihr durchschnittliches Fondsvolumen von 22 auf 37 Millionen Euro und erreichen damit die Größenordnung von Schiffsfonds mit 36 Millionen Euro.
Zu den größten Verlieren zählt der ehemalige Spitzenreiter Private-Equity. Statt 16 schickten die Emittenten nur drei neue Produkte an den Start. Schiffsfonds reduzierten sich von 45 auf 20, Spezialitäten von 18 auf zehn. Auch Flugzeugbeteiligungen stürzten von sechs auf zwei Produkte ab. Lebensversicherungs- und Medienfonds absolvierten eine Nullrunde.
Trotz dieses Markteinbruches scheint eine Bereinigung unter den Emittenten im ersten Quartal 2009 noch nicht eingesetzt zu haben. Es tummelten sich zu Jahresbeginn 15 neue Anbieter in dem Segment.
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