28.06.2010
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Klingelnde Kasse:  Die Fondshäuser sind kreativ bei der Gebührengestaltung.
Klingelnde Kasse: Die Fondshäuser sind kreativ bei der Gebührengestaltung.
Foto: Fotolia

Fondsgebühren

Kreative Kassierer

von Wolf Brandes

Die Fondsbranche rühmt sich, transparent zu sein und die Kosten offenzulegen. Im Vergleich zu anderen Anlagen mag das stimmen. Beim Auftun neuer Einnahmequellen sind die Investmenthäuser allerdings ideenreich. Capital entlarvt sechs teure Tricks.

Klare Frage, klare Antwort: "Nein", sagte James Dilworth, neuer Chef der Fondsgesellschaft Allianz Global Investors (AGI), unlängst im Kreis von Journalisten kurz und knapp auf die Frage, ob seine Firma vorhabe, sich aus dem Geschäft mit Kleinanlegern zurückzuziehen.

Er hätte noch hinzufügen können: Warum auch? Privatanleger sind die Cashcow der Gesellschaft, die der Amerikaner (er lebt seit Jahren in Deutschland und spricht fast akzentfrei Deutsch) seit Oktober 2009 führt. Zwei Drittel der Erträge kommen bei AGI aus dem Geschäft mit Kleinkunden. Und das, obwohl der Anteil der Kleinanleger am Geschäft seit Längerem fällt. Und das, obwohl diese bestenfalls ein Viertel des verwalteten Vermögens beisteuern. Das zeigt, wie lukrativ das Geschäft mit Privatanlegern ist.

Die Gesellschaften arbeiten zielstrebig daran, den Profit mit den Privaten zu erhöhen. In den letzten zehn Jahren stiegen die Fondsgebühren kräftig. Waren deutsche Fonds früher oft günstiger als Konkurrenzprodukte aus dem Ausland, sind heute viele teurer. Berechnete etwa AGI im Jahr 2000 beim deutschen Aktienfonds Concentra noch 0,7 Prozent als Verwaltungsvergütung, sind es heute 1,5 Prozent. Bei 1,5 Milliarden Euro Fondsvolumen macht das zwölf Millionen Euro mehr Gebühren pro Jahr. Mit anderen Worten: weniger Ertrag für die Anleger.

Zu den laufenden Kosten kommt der Ausgabeaufschlag. Er wird beim Kauf fällig und von der Bank oder dem Vermittler kassiert. Verwaltungsgebühr und Ausgabeaufschlag, das sind die sichtbaren Gebühren. Darüber hinaus gibt es weniger bekannte Möglichkeiten, dem Kunden Geld abzuknöpfen. In vielen Fällen erfährt er davon nichts, manchmal greifen die Anbieter sogar zu unfairen Methoden, um ihre Gewinne zu erhöhen. Capital zeigt, wie Anleger die Tricks aufdecken.

 

Übersicht

1.

 Performancegebühr

2.

 Ausgabeaufschlag

3.

 Gesamtkostenquote

4.

 Transaktionskosten

5.

 Ankaufsvergütung

6.

 Vergütung bei Leihegeschäften


Was die Leser sagen

rs-depot.de
29.06.2010 | 14:07
Indexfonds (ETF's) statt gemanagte Aktienfonds !

Indexfonds (ETF's) sind eine Spezialform von Fonds, bei denen lediglich ein Index (DAX, ...) nachgebildet wird und die jährlichen Verwaltungskosten nicht bei über 2% wie bei "normalen" Fonds sondern unter 0,5% liegen. Und was die Performance angeht, liegen nach 5 Jahren 80% der Fonds schlechter als der als Vergleich dienende Index, den ein ETF nachbildet. Es bleibt kein gutes Argument mehr für die "alten" gemanagten Fonds. Mit Indexfonds macht man zumindest die weltweite Marktentwicklung zu geringen Kosten mit.

(Kommentare 1-1 von 1)

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DAX 6.748,76-0,08%
TecDAX 773,61+1,29%
MDAX 10.316,35+0,10%
DOW 12.883,95+0,04%
NASDAQ 2.545,72+0,54%
EUR/US 1,3259+0,05%
GOLD 1.746,00+1,28%
 Quelle: vwd netsolutions GmbH
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Sparbriefe (4 Jahre)1,89%0,56-3,50%
Girokonto (Dispo)11,24%5,50-14,50%
Ratenkredite (36 Monate)6,96%4,70-11,61%
Quelle: FMH-Finanzberatung
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