Während die Fondsindustrie insgesamt nur mäßig wächst, verbuchen börsengehandelte Indexfonds (Exchange Traded Funds, ETFs) hohe Zuflüsse. 2009 flossen in Deutschland rund zehn Milliarden Euro in diese Produkte. Kein Wunder, dass die Indexfonds-Anbieter ihre ETF-Paletten ausweiten. Wie Comstage, die ETF-Tochter der Commerzbank: Sie brachte Anfang des Jahres neue Rentenprodukte auf den Markt.
Wenig verbreitet sind bislang ETFs auf einen Index, der die Entwicklung von Realzins-Papieren abbildet - etwa der neue ETF von Comstage auf den "iBoxx Euro Sovereigns Inflation-Linked"-Index. Der Fonds zeichnet die Entwicklung inflationsgeschützter Staatsanleihen aus Europa nach. Der zugrunde liegende Index enthält ausschließlich europäische Staatsanleihen, die an den Verbraucherpreisindex der Eurozone gekoppelt sind. Die Zusammensetzung wird monatlich überprüft und angepasst. Die Rendite stammt aus zwei Komponenten: Zum festen Zins kommt eine variable Vergütung, die direkt an den europäischen Verbraucherpreisindex gekoppelt ist.
Steigende Kurse bei anziehender Inflation
Inflationsgebundene Anleihen haben zwar in der Regel einen niedrigeren Kupon. Die Kupons und der Rückzahlungsbetrag werden aber an die Inflationsrate angepasst, sodass diese Anleihen einen guten Schutz vor Kaufkraftverlust bieten – insbesondere dann, wenn die tatsächliche Inflation über der Markterwartung liegt.
Momentan ist die Ausbeute aus beiden Teilen mager, denn Leitzins und Teuerungsrate sind gleichermaßen niedrig. Doch sobald die Inflation anzieht – und immer mehr Volkswirte prophezeien dies für die kommenden Jahre –, werden die Kurse der sogenannten Linker steigen. Wer darauf spekuliert, kann mit dem ETF günstig daran teilhaben. Eine Alternative zum Constage-Produkt ist der db x-trackers iBoxx Eur Inflation-Linked TR ETF.
Quelle: boerseonline
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