Die Anlagegesellschaft nahm den Anteilspreis des Fonds am Donnerstag um 4,43 Euro auf 36,32 Euro zurück. Davon entfalle 1 Euro auf die Ausschüttung, der Rest sei auf Neubewertungen zurückzuführen, wie Morgan Stanley auf seiner Internetseite mitteilte. Dadurch ergibt sich eine Abwertung von rund 8,6 Prozent. Vor der Abwertung betrug das Fondsvolumen rund 1,3 Milliarden Euro.
Für die Anleger ist es bereits der dritte herbe Verlust innerhalb von zwölf Monaten. Bereits vor einem Monat führten Nachbewertungen bei mehreren Objekten zu einem Abschlag von mehr als zwölf Prozent des Nettoanlagevermögens (NAV) - des Wertes der Immobilien abzüglich der Verbindlichkeiten. Vor einem Jahr hatte Morgan Stanley den Wert um 13,8 Prozent gesenkt. Seit Juli 2009 haben Anleger somit rund ein Drittel ihres Vermögens verloren.
Der Fonds wurde erst im Jahr 2005 aufgelegt. Die Zukäufe fielen somit in die Boomphase am Immobilienmarkt. Als einziger Anbieter unterscheidet Morgan Stanley zudem zwischen einem Bestands- und einem sogenannten Trading-Portfolio. Es umfasst Häuser, die gezielt für Spekulationszwecke angekauft wurden.
Die aktuellen Abschreibungen gehen auf das Konto von vier Objekten. Die mit 26 Prozent größte Abwertung nahmen die Sachverständigen beim Einkaufszentrum Legends Village West in Kansas City vor. Das Gebäude hatte zuletzt einen Verkehrswert von rund 134 Millionen Euro. Zudem wurde eine Büroimmobilie in Paris, die zuletzt mit 57,1 MillionenEuro in den Büchern stand, um 25 Prozent ebenfalls deutlich abgewertet.
Der P2 Value ist einer von zehn offenen Immobilienfonds, die derzeit eingefroren sind. Die erneuten Abwertungen stellen die Zukunft des Fonds infrage. Nach den hohen Verlusten dürften viele Anleger selbst nach einer Wiedereröffnung nicht mehr bereit sein, weitere Mittel zu investieren.
Quelle: ftd
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