Rund fünf Jahre ist es jetzt her, dass der Markt für strukturierte Produkte von einer Welle sogenannter Alpha-Zertifikate überschwemmt wurde. Vor allem 2007 brachten die Emittenten zahlreiche dieser als marktneutrale Investments angepriesenen Papiere auf den Markt.
Während es beim Kauf klassischer Long-only-Investments wie Aktien oder Fonds immer auch darum geht, wie der allgemeine Markttrend verläuft, dreht sich bei den Alpha-Strukturen alles ausschließlich um die relative Performance des zugrunde liegenden Basiswerts. Die Kurse müssen absolut gesehen also nicht zwingend steigen, um Anlegern eine positive Rendite zu bescheren. Wichtig ist, dass sich das Investment besser entwickelt als das Vergleichsmaß, die sogenannte Benchmark. Diese Performance-Differenz wird dann als Alpha bezeichnet.
In der Praxis hat sich dieser Ansatz in den meisten Fällen allerdings nicht bewährt, weshalb die Alpha-Euphorie auch schnell in großen Anlegerfrust umgeschlagen ist. Das wiederum hat dann zu einem schnellen Ende der Emissionstätigkeit in diesem Segment geführt. Denn angeboten wird nur das, was Investoren auch kaufen.
Viele der damals emittierten Produkte werden allerdings immer noch gehandelt, weshalb sich ein Blick auf die Bilanz lohnt. Die meisten der angebotenen und zumeist auf die Outperformance eines deutschen oder europäischen Dividendenindex zum DAX abzielenden Alpha-Express-Zertifikate liegen deutlich unter Wasser. Besser geschlagen hat sich die Dividendenstrategie auf globaler Ebene.
Der Stoxx Global Select Dividend 100 Index hat sich im Vergleich zum MSCI World Index immerhin so gut entwickelt, dass das auf dieses Duell setzende Alpha-Zertifikat (ohne Expressfunktion) der Société Générale seit Auflegung vor rund fünf Jahren nur wenig an Wert verloren hat.
Ganz ordentlich gelaufen ist auch das ebenfalls von der Société Générale angebotene Alpha-Zertifikat auf den Vergleich des aktienorientierten Dachfonds Sauren Global Growth mit dem MSCI World Index. Nach Berücksichtigung von Kosten und Zinserträgen wird der Performance-Unterschied hier verdoppelt, sodass Anleger an einer Out- aber auch einer Underperformance des Dachfonds überproportional partizipieren. Das lief eine Zeit lang recht gut, zuletzt hat das Zertifikat dann aber deutlicher an Wert verloren. Unter dem Strich steht nach nunmehr fünf Jahren immerhin noch ein Plus von acht Prozent.






















