09.03.2010
Die neuen Solarfonds bieten Anlegern eine Alternative zu den unter Beschuss stehenden offenen Immobilienfonds.
Die neuen Solarfonds bieten Anlegern eine Alternative zu den unter Beschuss stehenden offenen Immobilienfonds.
Foto: Getty
Investor-Artikel

Investition in Fotovoltaik

Offene Solarfonds machen Immofonds Konkurrenz

von Alexander Heintze

Um an Solarsubventionen teilzuhaben, konnten Anleger bislang nur in geschlossene Beteiligungen investieren. Nun drängen gleich drei offene Fonds auf den Markt - und stehen im Wettbewerb mit Immobilienfonds.



Auch nach Kürzung der staatlichen Subventionen bleibt Solarenergie für Anleger ein Thema. Bisher können Privatinvestoren aber nur über geschlossene Beteiligungen an dem Wachstumsmarkt teilhaben. Jetzt kündigen gleich drei Unternehmen offene Solarfonds an.

Die Vermögensberatung Gecam aus Wangen im Allgäu macht den Anfang und stellte kürzlich mit dem Luxcara einen ersten offenen Fonds vor, der in Fotovoltaikanlagen investiert. Anleger beteiligen sich ab einer Mindestanlage von 125.000 Euro an einem Spezialfonds nach luxemburgischem Recht. Das Düsseldorfer Emissionshaus Voigt & Collegen und Myagent Asset Management aus Unterhaching arbeiten derzeit an ähnlichen Konzepten.



Die neuen Solarfonds bieten Anlegern eine Alternative zu den unter Beschuss stehenden offenen Immobilienfonds. Durch Mindesthaltedauern und Kündigungsfristen sollen unkontrollierte Mittelabflüsse, die diese in Bedrängnis gebracht haben, jedoch vermieden werden.

Während zwei Fonds bisher nur auf dem Papier existieren, hat der Luxcara bereits die ersten drei Fotovoltaikparks gekauft. Weitere Anlagen in Ländern mit einer gesetzlich garantierten Einspeisevergütung wie Deutschland, Spanien, Italien und Frankreich sollen folgen. Die angepeilten Ausschüttungen liegen bei jährlich rund sechs Prozent. Das entspricht ungefähr der Hälfte der Erträge im Fonds. Das einbehaltene Geld soll die Liquidität sichern und Folgeinvestitionen in neue Solarparks ermöglichen.

Entscheidend für den Erfolg wird sein, zu welchem Preis die Fonds neue und bestehende Fotovoltaikanlagen erwerben können. Vor dem Hintergrund, dass neue Anlagen deutlich weniger staatliche Subventionen erhalten werden, dürften die Preise für Parks mit einer garantierten hohen Einspeisevergütung in Zukunft deutlich steigen und damit die Renditen drücken.

Die Fonds sind in erster Linie für vermögende Privatanleger und institutionelle Investoren wie kleinere Pensionskassen, Stiftungen oder Family Offices gedacht. Für private Anleger plant Myagent, ab dem vierten Quartal ein Zertifikat auf den Fonds mit einer Mindestanlage von 5000 Euro aufzulegen.


Quelle: ftd.de
© 2010 capital.de

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Quelle: FMH-Finanzberatung
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