Ich habe selber vor 10 Jahren in den GFF XII investiert und nun die Ende der 10jähr. Laufzeit erreicht. Die in der damaligen Werbung avisierten Renditen von 14-21% p.a. wurden mit Abstand nicht erreicht, nach Abzug von Agio und Bankgebühr bei der Rücküberweisung waren es ca. 6,8% p.a. . Durch diesen Artikel, in dem ich die hohen Verwaltungs-Gebühren im Vgl. zu anderen Anbietern gesehen habe, verstehe ich es nun... Darüberhinaus war das Konstrukt so, dass ich gar nicht mehr in diesem Fond bleiben konnte, um zB die hohen Verluste aus 2009 noch auszusitzen, da er nach 10 Jahren planmäßig aufgelöst wurde. Wenn ich von dem Marktführer Man Investment mit dem hohen Volumen lese, finde ich, dass da etwas in die Irre führt...
VG, web_freak
Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten Besitzer von Futures-Fonds in den vergangenen Jahren: 2008 etwa, im Jahr der Finanzkrise, fuhr der Anlagestil Managed Futures die beste Rendite unter allen Hedge-Fonds-Strategien ein. Hingegen beendeten sie das für Anleger erfreuliche Börsenjahr 2009 als Letzte.
Managed Futures (MF) setzen eine der beliebtesten Anlageregeln um: The trend is your friend - und das sektorübergreifend für Aktien, Anleihen, Devisen oder Rohstoffe. Die Produkte können in allen Marktphasen Gewinne erzielen. Das Verfahren ist automatisiert, der Mensch greift nicht ein. Computergesteuerte Handelssysteme treffen Kauf- und Verkaufsentscheidungen. Diese werden über Futures an den globalen Terminmärkten umgesetzt.
Die MF-Strategie war in der Vergangenheit sehr erfolgreich: Der Barclay-CTA-Top-50-Index, der die 50 größten MF-Fonds abbildet, erzielte seit 1987 eine Jahresrendite von 9,7 Prozent bei relativ niedrigen 10,7 Prozent Volatilität. Hinzu kommt, dass sich MF unabhängig von den anderen Anlageformen entwickeln. Das zeigte sich gerade in der jüngsten Krise. "Egal ob Aktiencrash 1987, Bondabsturz 1994, Techblase, Asien- oder Finanzkrise - immer in solch kritischen Zeiten waren Trendfolger erfolgreich", sagt Fabian Mundi, Vermögensverwalter bei Merkur Asset Management. Zudem sind MF-Fonds gut handelbar, da sie nur an Terminmärkten tätig sind. Während fast alle anderen Hedge-Strategien im Herbst 2008 mit Liquiditätsproblemen zu kämpfen hatten, waren die Trendfolger jederzeit veräußerbar.
Doch wie so oft gilt auch hier: An der Börse gibt es nichts geschenkt. Der Anlagestil weist hohe Schwankungen auf. Und um erfolgreich zu sein, werden klare Trends benötigt. "In Seitwärtsphasen verlieren Anleger damit im Regelfall Geld", sagt Thomas Maier, Hedge-Fonds-Profi beim Investmentberater Feri. Doch auch 2009, als fast alles stieg, tauchten MF ab. "Es war das schlechteste Kalenderjahr für Trendfolger seit 20 Jahren", sagt Felix Gasser, Leiter Managed Futures beim Marktführer Man Investments: "Die Bond- und Devisenmärkte liefen seitwärts, und die Rohstoff-Hausse wurde von scharfen Korrekturen unterbrochen. Das ist Gift für Futures-Fonds."
Für Anleger könnte nun aber ein guter Einstiegszeitpunkt gekommen sein. Denn historisch betrachtet folgte seit dem Startjahr 1987 auf eine längere Durststrecke bei MF immer eine kräftige Aufwärtsbewegung.

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