George Soros hat im vierten Quartal seinen Anteil am weltweit größten börsennotierten Goldfonds SPDR Gold Trust stark ausgebaut. Seine Investmentgesellschaft erhöhte die Beteiligung um 421 Millionen Dollar auf 663 Millionen Dollar. Das geht aus einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht SEC hervor.
Unklar ist, ob Soros inzwischen seinen Goldbestand wieder reduziert hat. Auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos im Januar bezeichnete er die Bewertung des gelben Edelmetalls als "übertrieben". Gold sei die derzeit "ultimative Vermögensblase". Bisher allerdings schnitt der SPDR Gold Trust nicht schlecht ab: Seit Jahresbeginn kletterte um 2,2 Prozent, nachdem er 2009 sogar 24 Prozent zugelegt hatte.
Seit Monaten ist Gold gefragt. Treiber sind die Angst um die europäische Währungsunion und steigende Inflation. Am Mittwoch kostete das Edelmetall 812,56 Euro je Feinunze (31,1 Gramm), nachdem es am Dienstag das Rekordhoch von 819,07 Euro erreicht hatte. Gegenüber dem Dollar verteuerte es sich auf 1119,60 Dollar - das ist der höchste Stand seit zwei Wochen. "Der Goldpreis stabilisiert sich nach einer rasanten Rally auf einem hohen Niveau. Er wird seinen Anstieg wohl aber fortsetzen", sagte Tetsu Emori, Manager bei Astmax.
Stützend wirkt die starke Nachfrage. Im vierten Quartal kletterte sie um 2,6 Prozent gegenüber dem Vorquartal auf 819,7 Tonnen - trotz eines 15 Prozent höheren Preises. "Es herrschte die Wahrnehmung vor, dass die Investorennachfrage abebben würde. Doch das war nicht der Fall. Sie erwies sich als widerstandsfähig", sagte Rozanna Wozniak, Expertin beim World Gold Council. "Das gilt auch für Schmuck. Hier gewöhnen sich die Verbraucher an höhere Preise." Die Schmucknachfrage legte um 2,5 Prozent zu.































