Wegen Überfüllung geschlossen - seit Anfang Mai eröffnet die Noa Bank mit Sitz in Frankfurt vorerst keine neuen Tagesgeldkonten mehr. Der Grund: Seit Marktstart im November hatte die Nachhaltigkeitsbank rund 10.000 Kunden gewonnen, die ihr rund 246 Millionen Euro an Einlagen beschert haben. Denn der gebotene Tagesgeldzins von 2,2 Prozent hatte in der aktuellen Niedrigzinsphase deutlich über dem Marktdurchschnitt gelegen. Einlagen sind bei dem Institut (Claim: "Geben Sie Ihrem Geld den Sinn, den Sie wünschen") per Gesetz in Höhe von 50.000 Euro gesichert, im Feuerwehrfonds des Bundesverbands deutscher Banken ist die Bank nicht.
Allerdings kommt die Bank derzeit mit der Kreditvergabe nicht hinterher, bisher sind laut dem Institut Unternehmensfinanzierungen im Wert von gut 50 Millionen Euro getätigt worden - in Form von Krediten oder Unternehmensanleihen. "Um zu verhindern, dass die Diskrepanz zwischen Einlagen und Krediten zu groß wird, hat die Noa Bank die Vergabe von Tagesgeldkonten vorübergehend eingestellt", teilt die Bank daher mit.
Einlagen, die nicht direkt in Unternehmensfinanzierungen fließen, hat die Bank bei anderen Banken geparkt, so bei
Commerzbank, WGZ Bank, Deka Bank GLS Bank, Dexia Bank und der Deutschen Bundesbank. Der Zinsaufwand des Instituts betrage derzeit 2,2401 Prozent, der Zinsertrag liege bei 3,036 Prozent im Durchschnitt, bekräftigt die Bank.
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Quelle: boerseonline
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